Radfahrer können entlang der Kreisstraße 19 jetzt durchgehend auf einem eigenen Weg von Osterwald bis nach Emlichheim fahren. Der Landkreis Grafschaft Bentheim hat die 14,5 Kilometer lange Radwegeverbindung am Coevorden-Piccardie-Kanal offiziell eröffnet. Rund 12,6 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, das Land übernimmt davon etwa 5,6 Millionen.
Schluss mit dem schmalen Pättken
Bisher mussten Radfahrer südlich des Kanals zum Teil auf einem schmalen Pfad fahren, der nicht mehr heutigen Maßstäben entsprach. Wer von den Straßen nördlich der K19 kam, war gezwungen, ein Stück auf der Kreisstraße zu fahren, um die nächste Kanalbrücke zu erreichen. Diese Lücke ist nun geschlossen.
Neu gebaut oder ausgebaut wurden rund zwei Kilometer Radweg nördlich der K19 und rund 12,5 Kilometer südlich des Kanals, durchgehend asphaltiert und 2,50 Meter breit. Neun Querungshilfen erleichtern das Überqueren der Kreisstraße, vier neue Brücken führen Radfahrer über das Wasser. Zusätzlich hat die K19 in Ringe zwei Linksabbiegespuren bekommen, an der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Straße und an der Industriestraße.

Fünf Jahre Bauzeit in zwei Abschnitten
Im ersten Abschnitt entstanden 2021 und 2022 die Radwege und Querungshilfen nördlich der K19, 2023 kamen zwei Brücken dazu. Der zweite Abschnitt mit dem Radweg südlich des Kanals, zwei weiteren Brücken und den Abbiegespuren lief von Mitte 2024 bis Mitte 2026.
Von den Gesamtkosten entfallen rund 10,5 Millionen Euro auf den Bau und rund 2,1 Millionen auf Planung, Ausgleichsflächen und Grundstückskäufe. Das Land fördert über die Gemeindeverkehrsfinanzierung, auch die Anliegergemeinden haben sich beteiligt. Partner beim Bau am Kanal war der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Landrat Uwe Fietzek sieht neben den Alltagsradlern auch den Radtourismus als Gewinner.

