In Münsters Altstadt bleibt die befürchtete Evakuierung aus. Kampfmittelräumer haben am Sonntagmorgen einen Verdachtspunkt an der Lambertikirche überprüft und dabei lediglich zwei Eisenrohre im Boden entdeckt.
Feuerwehr gibt Entwarnung
Die Feuerwehr Münster hat am Sonntag, den 11. Oktober, gegen 8.30 Uhr Entwarnung gegeben. Kampfmittelräumer hatten zuvor am Vormittag einen Verdachtspunkt an der Lambertikirche in der Münsteraner Altstadt überprüft. Statt der befürchteten Weltkriegsbombe fanden die Experten lediglich zwei Eisenrohre im Erdreich. Eine Entschärfung war damit nicht notwendig, eine Evakuierung der Altstadt blieb aus.
Verdacht durch historische Luftbilder entstanden
Der ursprüngliche Verdacht auf einen Blindgänger geht auf die Auswertung historischer Luftbilder zurück. Diese Aufnahmen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs hatten Hinweise auf einen möglichen Bombeneinschlag an der besagten Stelle geliefert. Im Juli hatten anschließende Sondierungsmessungen diesen Anfangsverdacht weiter erhärtet, sodass die Stadt Münster von einer möglichen Weltkriegsbombe im Boden ausging.
Keine Gefahr für Anwohner
Mit der heutigen Überprüfung durch die Kampfmittelräumer ist der Fall nun geklärt: An der Lambertikirche liegt keine Bombe im Boden. Die für den Ernstfall vorbereitete Evakuierung der Altstadt war somit nicht erforderlich. Anwohner und Geschäftsleute in der Münsteraner Innenstadt können aufatmen – der Sonntag verläuft ohne Einschränkungen durch Sicherheitsmaßnahmen.

