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Vertreter der Stadt Coesfeld und des Anbieters CleverSolutions stellen mit einem Banner den neuen StadtBus Coesfeld vor

StadtBus Coesfeld startet am Montag, 19. Oktober: Bus auf Bestellung per App

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Ab Montag, 19. Oktober 2026, gibt es in Coesfeld einen Bus, der nur fährt, wenn jemand ihn bestellt. Der neue StadtBus Coesfeld hat keine festen Linien und keinen Fahrplan: Fahrgäste buchen ihre Fahrt in der App rufmobil.nrw, das System bündelt die Wünsche und schickt einen von zwei Kleinbussen los. Unterwegs ist der StadtBus an allen sieben Tagen der Woche, im gesamten Stadtgebiet einschließlich Lette, Goxel und Brink. Buchen lässt sich schon jetzt.

Wann der StadtBus fährt

Montags bis donnerstags sowie sonntags fährt der StadtBus von 6 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 6 bis 24 Uhr.

In Lette und Goxel gelten eigene Zeiten, weil dort tagsüber der BürgerBus unterwegs ist. In Lette ist der StadtBus nur bis 8.30 Uhr und ab 17.40 Uhr buchbar, in Goxel nur bis 7.50 Uhr und ab 16.40 Uhr. Dazwischen fährt jeweils der BürgerBus. Samstags (6 bis 24 Uhr) und sonntags (6 bis 22 Uhr) gelten in beiden Ortsteilen die vollen Betriebszeiten.

Mit Deutschlandticket ohne Aufpreis

Wer ein Deutschlandticket, eine gültige Zeitkarte oder einen gültigen Fahrausweis im Westfalen- oder NRW-Tarif hat, zahlt für den StadtBus nichts extra. Ohne passenden Fahrschein kostet eine Fahrt ab 1,58 Euro, dazu kommen 0,30 Euro je angefangenem Kilometer Luftlinie. Eine Strecke von vier Kilometern Luftlinie kostet damit 2,78 Euro. Tickets werden im Fahrzeug nicht verkauft.

So läuft eine Fahrt ab

Zuerst wird die App rufmobil.nrw heruntergeladen (Google Play und App Store) und ein Konto angelegt. Danach gibt man Start, Ziel, Datum und gewünschte Abfahrtszeit ein. Das Buchungssystem sucht eine passende Verbindung und nennt den Einstiegspunkt und die genaue Abfahrtszeit. Dort steigt man ein und fährt gemeinsam mit anderen Fahrgästen auf einer eigens berechneten Route zum Ziel.

Angefahren werden rund 130 feste Ein- und Ausstiegspunkte. Das sind viele reguläre Bushaltestellen und zusätzlich sogenannte virtuelle Haltepunkte, die an einem eigenen StadtBus-Haltestellenschild zu erkennen sind. Abholung an der Haustür gibt es nicht. Weil mehrere Fahrtwünsche kombiniert werden, sind Umwege und längere Fahrzeiten möglich. Die Stadt betont: Der StadtBus ist kein Taxi, sondern Teil des öffentlichen Nahverkehrs.

Eine Übersichtskarte und weitere Informationen zur Buchung und zu den Fahrpreisen stehen auf www.coesfeld.de/stadtbus.

Telefonische Buchung fehlt noch

Der StadtBus ist komplett digital angelegt, ohne Callcenter und ohne Fahrkartenverkauf im Bus. Das hält die Kosten niedrig, schließt aber Menschen aus, die die App nicht nutzen können. Thomas Külper von der Stadt Coesfeld räumt ein, dass der StadtBus damit nicht barrierefrei ist. Die Stadt will deshalb eine telefonische Buchung einrichten und spricht darüber mit dem App-Anbieter. Einen Termin dafür nennt sie noch nicht.

Ergänzung zu Linienbus und BürgerBus

Der StadtBus soll Lücken schließen, vor allem dort und zu den Zeiten, in denen Linienbusse kaum oder gar nicht fahren. Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg hebt die Abendstunden und das Wochenende hervor. Betrieben wird der Dienst im Auftrag der Stadt von dem Anbieter CleverSolutions.

Das Projekt ist zunächst auf etwa drei Jahre angelegt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen gibt aus dem Programm „On-Demand-Ridepooling in Nordrhein-Westfalen“ etwa 400.000 Euro dazu (wir berichteten über die Förderzusage). Ebenfalls im Oktober starten die Gemeinden Olfen und Nordkirchen mit einem ähnlichen Angebot.

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