Eine App aus Lingen gehört zu den drei Gewinnerteams des bundesweiten Samsung-Programms „Solve for Tomorrow“ 2026. Henry Sievers, Gründer des Start-ups TrainBack, hat sich nach Angaben der Stadt Lingen den zweiten Platz gesichert. Gemeinsam mit Air2Growth aus München und Cancer EarlySignal Lab aus Berlin setzte er sich am 3. September beim Finale im Berliner Humboldt Carré durch, das Samsung im Rahmen der IFA ausrichtete.
Von über 150 Bewerbungen ins Finale
Der Wettbewerb lief in mehreren Stufen. Aus mehr als 150 Einreichungen wählte Samsung zwölf Teams für ein zweitägiges Idea Camp im Juli in Eschborn aus. Dort arbeiteten die Teams mit Coaches und Partnern an ihren Konzepten, sechs von ihnen zogen ins Finale ein. Das Motto in diesem Jahr lautete „Tech for Life“, gesucht waren technische Lösungen für Gesundheit, Nachhaltigkeit und Sport. Laut Samsung erhalten die Gewinner zusammen 22.500 Euro für ihre Projekte sowie Geräte des Herstellers. Jetzt beginnt für TrainBack eine sechsmonatige Impact-Phase, in der Fachleute, Mentoren und Partnerorganisationen das Start-up weiter begleiten.

Aus der Reha-App wurde ein Werkzeug für Vereine
Ursprünglich sollte TrainBack Menschen nach Sportverletzungen helfen: Mit strukturierten Übungsplänen ließ sich die Wartezeit auf einen Physiotherapietermin sinnvoll nutzen. Inzwischen hat Sievers die App zu einem Athletikmanagement für Sportvereine ausgebaut. Physiotherapeuten und Athletiktrainer erstellen damit individuelle Trainingspläne, verfolgen die Fortschritte ihrer Sportlerinnen und Sportler und passen die Übungen kurzfristig an deren Leistungsstand an. Erster offizieller Kunde sind die GiroLive Panthers Osnabrück aus der 1. Damen-Basketball-Bundesliga.
Unterstützung aus Lingen und Osnabrück
Sievers studiert Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen an der Hochschule Osnabrück. Begleitet wird er vom Start-up-Lab RISE der Hochschule und von Prof. Dr. Benjamin Jung, Gründungsbeauftragter der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen. Über den Campus absolvierte er zudem ein Pitchtraining mit Benjamin Häring. Mit TrainBack nahm er außerdem am Programm des Healthcare Accelerators OHA in Osnabrück teil.

Seit der Gründung steht ihm auch die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen (Ems) zur Seite, die ihn auf den Wettbewerb vorbereitet hat und ihn in der Impact-Phase weiter mit passenden Partnern vernetzen will. Die Stadt arbeitet dabei eng mit dem OHA zusammen: Lingener Start-ups, die in das Accelerator-Programm aufgenommen werden, können das AnDock in Lingen kostenfrei nutzen.
Anlaufstelle für weitere Gründer
Wer selbst eine Geschäftsidee hat oder ein junges Unternehmen weiterentwickeln will, kann sich an die Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen wenden: Telefon 0591 9144-801, E-Mail [email protected]. Eine weitere Gelegenheit bietet der kostenlose NBank-Beratertag am 22. Oktober in Lingen.

