Die Wasserstoffleitung Nordsee-Ruhr-Link III (NRL III) hat für ihren niedersächsischen Abschnitt die Genehmigung. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat das Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen. Wer als Grundstückseigentümer, Anwohner oder Einwender betroffen ist, kann den Planfeststellungsbeschluss jetzt einsehen, und zwar bis einschließlich Montag, 26. Oktober 2026.
Unterlagen nur online, Frist bis 26. Oktober
Der Beschluss liegt nach § 43b Energiewirtschaftsgesetz ausschließlich elektronisch aus. Eine Auslegung auf Papier in den Rathäusern gibt es nicht. Die Unterlagen stehen an zwei Stellen bereit:
- auf der Website des LBEG unter Aktuelle Planfeststellungsverfahren
- im UVP-Verbund-Portal der Länder
Hinweise für Betroffene und für alle, die im Verfahren Einwendungen erhoben haben, stehen in der Bekanntmachung der Auslegung. Fragen beantwortet die Pressestelle des LBEG: Eike Bruns, Telefon 0511 643 2274, und Björn Völlmar, Telefon 0511 643 3010, E-Mail [email protected].
Diese Kommunen liegen an der Trasse
In Niedersachsen verläuft die Leitung durch drei Landkreise und berührt 20 Kommunen:
- Landkreis Leer: Bunde, Weener
- Landkreis Emsland: Rhede, Dörpen, Heede (Ems), Dersum, Walchum, Lathen, Sustrum, Haren (Ems), Niederlangen, Oberlangen, Meppen, Geeste, Emsbüren, Salzbergen
- Landkreis Grafschaft Bentheim: Wietmarschen, Schüttorf, Samern, die Gemeinde Ohne
121,5 Kilometer bis ins Münsterland
Bauen und betreiben will die Leitung mit der Nummer 503 die Open Grid Europe GmbH (OGE) aus Essen. Sie gehört zum Projekt H2ercules und führt von Bunde im Landkreis Leer bis nach Wettringen im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt. Von insgesamt rund 121,5 Kilometern liegen etwa 117,5 Kilometer in Niedersachsen. Der Durchmesser beträgt DN 1200, also rund 1,2 Meter. Für den kurzen Abschnitt in Nordrhein-Westfalen ist das LBEG nicht zuständig.
Teil des Wasserstoff-Kernnetzes
NRL III ist einer der Bausteine des Wasserstoff-Kernnetzes, das die Bundesnetzagentur am 22. Oktober 2024 genehmigt hat. Das Netz soll große Industrie-, Speicher-, Kraftwerks- und Importstandorte miteinander verbinden. Für das Emsland ist die Leitung schon länger ein Thema: Der Landkreis hatte im Februar mit OGE einen Vertrag über den Anschluss an NRL III unterzeichnet. Im September hatte das LBEG bereits den ersten Abschnitt NRL I zwischen Wilhelmshaven und Dykhausen genehmigt.

