Die deutschen Winzer müssen sich 2026 auf eine leicht unterdurchschnittliche Ernte einstellen. Laut einer aktuellen Schätzung des Statistischen Bundesamts liegt die erwartete Erntemenge bei 8,0 Millionen Hektolitern Weinmost. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das jedoch ein Plus.
Zweite Schätzung des Statistischen Bundesamts
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat seine zweite Schätzung zur deutschen Weinernte 2026 vorgelegt. Demnach rechnen die Weinbaubetriebe in Deutschland mit einer Erntemenge von rund 8,0 Millionen Hektolitern Weinmost. Die Zahlen basieren auf Erhebungen zum Stichtag 20. September 2026.
Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025 fällt die diesjährige Ernte damit um 0,3 Millionen Hektoliter beziehungsweise 4 % geringer aus. Über die genauen Ursachen für den Rückgang gegenüber dem Mehrjahresdurchschnitt macht Destatis in der aktuellen Mitteilung keine Angaben.
Deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr
Anders stellt sich die Entwicklung im direkten Vorjahresvergleich dar: 2025 hatten die deutschen Winzer noch eine Erntemenge von 7,7 Millionen Hektolitern eingefahren. Die für 2026 erwartete Menge von 8,0 Millionen Hektolitern entspricht damit einem Zuwachs von 5 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahlen verdeutlichen, wie stark die jährliche Weinernte in Deutschland schwanken kann. Während der langfristige Durchschnitt leicht verfehlt wird, fällt die Bilanz im Jahresvergleich positiv aus. Endgültige Ergebnisse zur Weinernte 2026 will das Statistische Bundesamt zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

