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Vertreter der Gemeinde Belm und der Sparkasse Osnabrück stehen vor der Sparkassenfiliale am Marktring in Belm

Belm bekommt Ärztehaus: Sparkasse baut Filiale am Marktring zum Versorgungszentrum aus

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Digitale Realität

Im Zentrum von Belm soll ein ärztliches Versorgungszentrum entstehen. Die Sparkasse Osnabrück will ihre Filiale am Marktring aufstocken und um einen Anbau erweitern, darin sollen rund acht Einheiten für Arztpraxen und medizinische Dienstleister Platz finden. Baubeginn ist für 2027 geplant, gerechnet wird mit etwa zwei Jahren Bauzeit. Die Sparkassenfiliale im Erdgeschoss bleibt während der Arbeiten geöffnet.

Mehrere Hausarztpraxen suchen Nachfolger

Hintergrund ist der absehbare Generationswechsel in der Belmer Ärzteschaft. Mehrere Allgemeinmediziner und Hausärzte werden ihre Praxen in den kommenden Jahren altersbedingt abgeben. Die Gemeinde hatte deshalb bereits 2023 eine Studie zur hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung vor Ort in Auftrag gegeben. Eine Empfehlung daraus: ein zentrales Versorgungszentrum, in dem Haus- und Fachärzte unter einem Dach arbeiten.

Bürgermeister Viktor Hermeler begründet das mit der Altersentwicklung im Ort. Gerade ältere Menschen wollten ihren Arzt auf kurzem Weg erreichen und nicht mit dem Bus in die Stadt fahren müssen. Ärzte und Apotheke gehörten für ihn ebenso zur Grundversorgung wie Lebensmittelmarkt, Drogerie und Bankfiliale.

Sparkasse tritt als Bauherrin auf

Gebaut und finanziert wird das Projekt von der Sparkasse Osnabrück, der das Gebäude am Marktring gehört. Die neuen Flächen werden an Praxen und medizinische Dienstleister vermietet. Welche Fachrichtungen einziehen, steht noch nicht fest. Für den Neubau sind nach aktuellem Planungsstand insgesamt vier Stockwerke und zwei Staffelgeschosse vorgesehen.

Marcus Hensing, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters, ist seit Beginn an den Planungen beteiligt. Er übernimmt das Bürgermeisteramt in Belm zum 1. November. Für ihn stärkt das Ärztehaus vor allem das Ortszentrum, das mit direkter Busanbindung und weiteren Nahversorgern schon heute gut erreichbar sei.

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