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Osnabrück gedenkt der Pogromnacht 1938

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Vor 87 Jahren brannten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in ganz Deutschland Synagogen. Auch in Osnabrück wurde das jüdische Gotteshaus in Brand gesetzt, jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden verhaftet und Opfer gewalttätiger Übergriffe. Die Stadt erinnert jährlich mit einer zentralen Gedenkfeier an diese Verbrechen.

Die Ereignisse der Pogromnacht in Osnabrück

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu organisierten Gewaltausbrüchen gegen die jüdische Bevölkerung. Auch in Osnabrück blieb die Stadt von den Ausschreitungen nicht verschont: Die Synagoge an der heutigen Alten Synagogen-Straße wurde in Brand gesetzt. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden verhaftet, viele von ihnen waren zudem gewalttätigen Übergriffen durch Nationalsozialisten und ihre Sympathisanten ausgesetzt.

Die sogenannte Reichspogromnacht gilt als einer der Wendepunkte in der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch das NS-Regime. Was zuvor in Form von Diskriminierung, wirtschaftlichem Boykott und rechtlicher Entrechtung stattgefunden hatte, eskalierte in dieser Nacht zu offener, staatlich geduldeter Gewalt.

Gedenkfeier mit Beteiligung von Schulen

Die Stadt Osnabrück erinnert jedes Jahr im Rahmen einer zentralen Gedenkfeier an die Opfer der Novemberpogrome. Besonders ist dabei die Gestaltung der Veranstaltung: Sie liegt traditionell in den Händen Osnabrücker Schulen, die mit eigenen Beiträgen an die historischen Ereignisse erinnern und die Erinnerungskultur an jüngere Generationen weitergeben.

In diesem Jahr übernehmen Schülerinnen und Schüler erneut die Ausgestaltung der Feierlichkeiten. Die genaue Beteiligung der Schulen sowie weitere Details zum Programm der diesjährigen Gedenkfeier werden von der Stadt Osnabrück in Kürze bekanntgegeben.

Bedeutung des Gedenktags

Der 9. November gilt bundesweit als wichtiger Gedenktag deutscher Geschichte. Neben der Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 werden an diesem Datum auch andere historische Ereignisse wie der Mauerfall 1989 thematisiert. Die Gedenkveranstaltungen sollen dazu beitragen, dass die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachgehalten wird und Lehren für die Gegenwart gezogen werden.

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