Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, erscheint „Andere als diese Welten“, der dritte gemeinsame Roman von Stephen King und Peter Straub. Bemerkenswert daran: Straub ist 2022 gestorben. Wie das Buch trotzdem zustande kam, erzählt King im Nachwort – und die Geschichte hat mit einer verschollenen E-Mail zu tun.
Die Mail, die erst zu spät wieder auftauchte
Die Idee zu dem Roman stammte ursprünglich von Straub, der sie King per E-Mail schickte. Die Nachricht ging verloren. Erst der belgische Literaturwissenschaftler Vincent Neyt fand sie nach Straubs Tod im Archiv wieder – zu einem Zeitpunkt, als King bereits mitten in der Arbeit steckte.
„Bekanntlich hatte ich seine E-Mail nicht mehr – die tauchte erst auf, als ich schon tief in dem Roman steckte, daher weicht die Geschichte erheblich von seinem Vorschlag ab, aber der Keim war da“, schreibt King. „Ich hoffe, er würde gutheißen, was ich geschrieben habe, und es ist mir eine reine Freude, seinen Namen zusammen mit meinem auf dem Buch zu sehen.“
Worum es geht
Jack Sawyer lebt seit Jahren in der Anderwelt, die er die Territorien nennt. Inzwischen weiß er, dass sie zum größeren Reich Mittwelt gehört – jener Welt, die Leser aus Kings „Dunkler Turm“-Zyklus kennen. Jack kann zwischen den Welten wechseln, in unserer aber nicht lange bleiben, weil sie ihn auf Dauer umbringt. Als eine mordende Sekte erst seine Freunde in Amerika bedroht und dann in Mittwelt auftaucht, beginnen die Welten zu kollidieren.
Der Roman hat 848 Seiten, ist von Bernhard Kleinschmidt übersetzt und kostet als Hardcover 28 Euro.
Die beiden Vorgänger kommen neu heraus
Zeitgleich legt der Verlag die früheren gemeinsamen Bücher neu auf, beide als Taschenbuch für 14 Euro:
- Der Talisman (im Original 1984): Der zwölfjährige Jack sucht einen magischen Talisman, der seine sterbende Mutter retten soll – in den USA wie in einer magischen Parallelwelt, in der fast jeder Mensch ein Gegenstück hat.
- Das schwarze Haus (im Original 2001): Im Wisconsiner Ort French Landing verschwinden Kinder. Der Polizeichef bittet seinen Freund Jack Sawyer um Hilfe – und weiß nicht, dass diesen längst unheimliche Wachträume plagen.
Zu den Autoren
Stephen King, 1947 in Portland im US-Bundesstaat Maine geboren, hat weltweit über 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. 2003 bekam er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk, 2015 die National Medal of Arts.
Peter Straub stammte aus Milwaukee und lebte bis zu seinem Tod 2022 auf einer Farm in Connecticut. Er galt neben King als einer der wichtigsten amerikanischen Horror-Autoren.
Weiterlesen
- Aurich: Bücherflohmarkt in der Landschaftsbibliothek vom 20. Oktober bis 6. November
- Bücher-Yogis: Yogakurs mit Geschichte für Kinder in der Stadtbibliothek Norden
- 4. CrimeTimeCoesfeld: Krimilesung, Sherlock-Hörspiel und Mordsongs an drei Abenden

Buchtipp: Andere als diese Welten – Stephen King und Peter Straub
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