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Melanie Schade vom BBSR überreicht Nordhorns Stadtbaurätin Milena Schauer die Siegerurkunde

Bundespreis für Nordhorn: Bahnhofsumfeld als Vorbild für Mobilität auf dem Land

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Nordhorn hat für die Neugestaltung rund um seinen Bahnhof einen Bundespreis gewonnen. Im Wettbewerb „Anschlüsse gestalten. Mobil in ländlichen Räumen“ zeichneten das Bundesbauministerium und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) am 14. Oktober in Bonn 20 Projekte aus, darunter das Nordhorner Konzept. Stadtbaurätin Milena Schauer nahm den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegen.

Das Konzept stand schon vor der Rückkehr der Züge

Gewürdigt wurde nicht ein einzelnes Bauwerk, sondern die Planung dahinter. Bevor 2019 wieder Personenzüge zwischen Bad Bentheim, Nordhorn und Neuenhaus fuhren, hatte die Stadt bereits ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Bahnhofsumfeld erarbeitet, später ergänzt um ein Radverkehrskonzept. Stadt, Landkreis und Bentheimer Eisenbahn hatten damit ein gemeinsames Ziel und konnten das Vorhaben in Etappen umsetzen, je nach Personal, Geld, verfügbaren Grundstücken und passenden Förderprogrammen. Für die Menschen werde das „ganz konkret spürbar“, sagt Schauer, durch kürzere Wege und bessere Umstiege.

Was sich am Bahnhof schon getan hat

Der zentrale Busbahnhof liegt seit 2012 direkt am Bahnhof und wurde nach der Reaktivierung erweitert, Bus- und Bahnfahrpläne sind aufeinander abgestimmt. Seit diesem Jahr verbindet die neue Ladestraße auf der Rückseite den Bahnhof besser mit dem Radverkehr und schafft einen direkten Fußweg zu den Berufsbildenden Schulen. Im weiteren Umfeld kamen die NINO-Brücke für Fuß- und Radverkehr, ein geschützter Radfahrstreifen an der Denekamper Straße und eine zusätzliche Querung des Stadtrings Richtung Innenstadt hinzu.

Heute gibt es am Bahnhof mehr als 130 Fahrradstellplätze, 100 davon überdacht, außerdem 105 Pkw-Stellplätze, Carsharing und Ladesäulen für E-Autos. Das Bahnhofsgebäude selbst war bereits 2023 zum „Bahnhof des Jahres“ gekürt worden.

Nächster Schritt: Züge bis Coevorden

2027 sollen die Personenzüge bis ins niederländische Coevorden weiterfahren. Dafür plant die Stadt zusätzliche Fahrradabstellplätze samt abschließbarer Anlage, einen weiteren Bahnsteigzugang auf der Westseite und ein Echtzeit-Informationssystem für Bus und Bahn.

Alle ausgezeichneten Projekte stellt das BBSR auf seinem Portal www.mobilikon.de vor.

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