Bei einem Verkehrsunfall in Münster ist eine 60-jährige Pedelec-Fahrerin schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger E-Scooter-Fahrer war nach ersten Erkenntnissen entgegen der vorgeschriebenen Richtung auf dem Gehweg unterwegs. Die Polizei ermittelt nun die genauen Unfallumstände.
Zusammenstoß auf Gehweg und Radweg
Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen gegen 9.45 Uhr an der Manfred-von-Richthofen-Straße in Münster. Ein 17-Jähriger war nach Angaben der Polizei gemeinsam mit zwei weiteren Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren auf einem E-Scooter unterwegs. Dabei befuhr er den Gehweg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in Richtung Andreas-Hofer-Straße.
Zeitgleich war eine 60-jährige Frau mit ihrem Pedelec auf dem Radweg der Manfred-von-Richthofen-Straße unterwegs – in korrekter Fahrtrichtung. Beim Vorbeifahren kam es zur Kollision zwischen dem E-Scooter und dem Pedelec. Die Frau stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten sie in ein Krankenhaus. Der 17-jährige E-Scooter-Fahrer und seine beiden Begleiter blieben unverletzt.
Ermittlungen zu Unfallhergang laufen
Die Polizei prüft derzeit, wie genau es zu dem Zusammenstoß kam. Auch die Frage, ob sich zum Unfallzeitpunkt tatsächlich mehrere Personen gleichzeitig auf dem E-Scooter befanden, ist Teil der laufenden Ermittlungen. Eine Mehrfachbeförderung auf E-Scootern ist in Deutschland nicht zulässig.
Polizei warnt vor Risiken durch Personenbeförderung
Die Polizei Münster nutzt den Vorfall, um auf die Gefahren der Personenbeförderung auf E-Scootern hinzuweisen. Das zusätzliche Gewicht beeinträchtigt sowohl Lenkverhalten als auch Gleichgewicht der Fahrzeuge erheblich. Dadurch steigt das Unfallrisiko deutlich. Neben der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer stellt die Mitnahme weiterer Personen zudem eine Ordnungswidrigkeit dar.

