In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit, und es wird früher dunkel. Für die Polizei ist das traditionell der Tag des Einbruchschutzes, denn in der dunklen Jahreszeit steigen die Einbruchszahlen wieder. Wer seine Wohnung oder sein Haus nachrüsten will, kann dafür einen zinsgünstigen Kredit der staatlichen Förderbank KfW nutzen. Wichtig dabei: Mit den Arbeiten darf erst begonnen werden, wenn die KfW den Kredit bewilligt hat.
Bis zu 50.000 Euro pro Wohnung
Gefördert wird über das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“. Trotz des Namens gibt es keine Altersgrenze, Eigentümer und Mieter können den Kredit unabhängig vom Alter beantragen. Pro Wohneinheit sind bis zu 50.000 Euro möglich. Bezahlt werden zum Beispiel einbruchhemmende Türen und Fenster, das Nachrüsten vorhandener Türen und Fenster sowie Alarmanlagen.
Der Ablauf ist festgelegt: Zuerst lässt man sich beraten und plant das Vorhaben, dann vereinbart man einen Termin bei der eigenen Bank, die den Antrag bei der KfW stellt. Erst nach der Zusage geht es los. Einbauen muss ein Fachbetrieb, und die technischen Mindestanforderungen müssen erfüllt sein. Zum Schluss reicht man bei der Bank den Nachweis über den fachgerechten Einbau ein.
Schwachstelle Tür und Fenster
Einbrecher kommen meist über Haus- und Wohnungstüren, Fenster und Terrassentüren ins Haus. Die Polizei rät zu geprüften einbruchhemmenden Elementen nach DIN EN 1627 ff. mit mindestens Widerstandsklasse RC 2, die fachgerecht eingebaut sind. Eine Alarmanlage kann zusätzlich schützen, am besten in Kombination mit mechanischer Sicherung. Welche Lösung zum eigenen Haus passt, klären die polizeilichen Beratungsstellen kostenlos.
Was jeder sofort tun kann
Viel Schutz kostet nichts: Die Haustür auch bei kurzer Abwesenheit abschließen, nicht nur zuziehen. Fenster, Balkon- und Terrassentüren schließen, wenn niemand zu Hause ist. Den Schlüssel nie draußen verstecken und nach einem Schlüsselverlust den Schließzylinder tauschen lassen. Wer längere Zeit weg ist, sollte das weder in sozialen Netzwerken noch auf dem Anrufbeantworter ankündigen.
Und wer in der Nachbarschaft Fremde bemerkt, die sich auffällig verhalten, sollte nicht zögern und die 110 wählen.
Weitere Informationen gibt es auf k-einbruch.de, der Kampagnenseite der Polizei, sowie bei der KfW.

