Ein Fußballplatz mit dem Schild „Keine Juden!“ am Spielfeldrand: In kleinen Dioramen zeigen Zehntklässler der Theodor-Heuss-Realschule, wie jüdische Menschen in Coesfeld während der NS-Zeit ausgegrenzt wurden. Die Schaukästen sind von Samstag, 24. Oktober, bis Samstag, 28. November 2026, in der alten Synagoge an der Weberstraße 7 zu sehen. Geöffnet ist samstags von 14 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.
Recherche in Museum und Synagoge
Entstanden sind die Arbeiten in einer Projektwoche des zehnten Jahrgangs. Unter Anleitung von Jutta Meyer zu Riemsloh vom Kunstverein Münsterland recherchierten die Jugendlichen historische Quellen und bauten daraus Szenen aus dem Alltag jüdischer Coesfelder, ergänzt um erklärende Texte. Zur Vorbereitung besuchten sie das Stadtmuseum DAS TOR und die alte Synagoge. Museumspädagogin Anne Grütters sagt, durch die Dioramen würden Unterdrückung, Ausgrenzung und Leid der Menschen noch greifbarer.
Parcours über Karl Heinz Freund folgt
Eine zweite Gruppe hat mit Gabi Kaudewitz von der städtischen Jugendförderung einen interaktiven Parcours über das Leben des jüdischen Jungen Karl Heinz Freund entwickelt. „Auf den Spuren von Karl Heinz Freund“ soll nach der Ausstellung ebenfalls in der alten Synagoge zu erleben sein, die Termine stehen noch nicht fest. Die 16-jährige Lorin, die daran mitgearbeitet hat, wünscht sich solche Projekte öfter: Sie wisse jetzt mehr über ihre Stadt und könne das Wissen weitergeben. Gefördert wurden die Workshops von der Jugendförderung der Stadt und dem Landesprogramm „Teil.sein.NRW“.

