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Sieben Personen stehen vor einer Leinwand mit dem Titel des Fachtags Innovatives Wohnen

Fachtag in Haren: Wer heute baut, sollte an das Wohnen im Alter denken

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Im Emsland wohnen viele Menschen im eigenen Haus, preiswerte seniorengerechte Wohnungen gibt es dagegen zu wenig. Wie sich Häuser so bauen und umbauen lassen, dass man auch im Alter darin bleiben kann, war Thema beim Fachtag „Innovatives Wohnen“ des Landkreises Emsland in Haren (Ems). Architekten, Planer, Bauämter, Handwerker und interessierte Bürger diskutierten dort Lösungen. Angeregt hatte die Veranstaltung der Kreisseniorenbeirat.

Kostenlose Wohnberatung schon vor dem Bau

Der praktische Tipp des Tages: Die Wohnberatung des Landkreises ist kostenlos und lässt sich nicht erst beim Umbau nutzen. Auch wer neu baut, kann seine ersten Pläne prüfen lassen. Was schon auf dem Papier berücksichtigt ist, etwa ausreichende Bewegungsflächen oder spätere Anpassungsmöglichkeiten, ist meist einfacher und günstiger umzusetzen als ein nachträglicher Umbau. Die ehrenamtliche Wohnberatung gibt es im Emsland seit 2010. Annette Brümmer vom Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter lobte besonders die individuellen Berichte, die Ratsuchende danach erhalten. Informationen gibt es unter www.emsland.de/wohnberatung und beim Seniorenstützpunkt des Landkreises, Telefon 05931 44-1267, E-Mail [email protected].

Ein Haus, das mitwächst

Landrat Marc-André Burgdorf forderte, bei Neubau und Sanierung schon die Anforderungen in zehn, 20 oder 30 Jahren mitzudenken. Seniorenpolitik müsse stärker als vorausschauende Wohn- und Quartierspolitik verstanden werden. Wie das aussehen kann, zeigte Tanja Roosmann-Feier mit dem Lebenszyklushaus: Massive Außenwände werden mit leichten, später versetzbaren Innenwänden und einem separaten Treppenhaus kombiniert. Architekt Paul Roosmann von der ips Projekte GmbH betonte, dass Barrierefreiheit mehr ist als rollstuhlgerechtes Bauen und oft schon kleine Lösungen den Alltag erleichtern. Markus Felix von der Felix Energie GmbH riet, beim Austausch von Fenstern oder Haustüren im Zuge einer energetischen Sanierung gleich Schwellen und Barrieren mit abzubauen.

Wohnen endet nicht an der Haustür

In den Workshops ging es auch um das Umfeld: Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, soziale Angebote, Busse und Bahnen entscheiden mit darüber, wie lange jemand selbstständig zu Hause leben kann. Der Landkreis möchte außerdem das Handwerk stärker einbinden, damit Betriebe die Wohnberatung als Partner nutzen.

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