In Niedersachsen arbeiten deutlich mehr ältere Menschen als vor 20 Jahren. 2025 waren 75,4 Prozent der 55- bis unter 65-Jährigen erwerbstätig, rund 974.000 Menschen. 2005 lag die Quote noch bei 45,4 Prozent. Das geht aus den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 hervor, die das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) veröffentlicht hat.
Fast jeder Fünfte zwischen 65 und 74 arbeitet noch
Noch stärker ist der Anstieg bei den 65- bis unter 75-Jährigen: Ihre Erwerbstätigenquote hat sich von 4,7 auf 18,1 Prozent fast vervierfacht. Wer in diesem Alter noch arbeitet, tut das allerdings meist in Teilzeit, nur 28,7 Prozent arbeiten Vollzeit. Und mehr als ein Viertel (27,7 Prozent) ist selbstständig, über alle Erwerbstätigen hinweg sind es nur 8,2 Prozent.
Frauen holen auf
Den größten Sprung haben ältere Frauen gemacht. Bei den 55- bis unter 65-Jährigen stieg ihre Quote von 37,3 auf 71,5 Prozent, bei den Männern von 53,3 auf 79,4 Prozent. Unter den 65- bis unter 75-jährigen Frauen arbeiten heute 14,4 Prozent, fast fünfmal so viele wie 2005 (3,0 Prozent). Bei den Männern dieser Altersgruppe sind es 22,2 Prozent nach 6,6 Prozent.
Zum Vergleich: alle Erwerbsfähigen
Über alle 15- bis unter 65-Jährigen hinweg lag die Erwerbstätigenquote 2025 bei 77,3 Prozent, bei Männern 80,6 und bei Frauen 74,0 Prozent. In Teilzeit arbeiteten 31,1 Prozent aller Erwerbstätigen dieser Altersgruppe, bei den 55- bis unter 65-Jährigen 34,0 Prozent.
Als erwerbstätig zählt im Mikrozensus, wer in der Befragungswoche mindestens eine Stunde gegen Bezahlung gearbeitet hat oder selbstständig war. Befragt wird jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung.

