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Referenten und Gastgeber bei der Sitzung des IHK-Berufsbildungsausschusses bei 3P Services in Wietmarschen

Duale Ausbildung an Gymnasien: IHK-Ausschuss will Berufsorientierung ausbauen

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Die duale Ausbildung soll an Gymnasien stärker als gleichwertiger Karriereweg sichtbar werden. Darüber hat der Berufsbildungsausschuss der IHK Osnabrück bei seiner jüngsten Sitzung bei der 3P Services GmbH & Co. KG in Wietmarschen diskutiert. Im Kern ging es um die Frage, wie Schüler an Gymnasien frühzeitig ein umfassendes Bild ihrer beruflichen Möglichkeiten bekommen.

Befragung an einem Osnabrücker Gymnasium zeigt Handlungsbedarf

Nils Fischer, Schulleiter des Gymnasiums „In der Wüste“ in Osnabrück, schilderte, vor welchen Herausforderungen die Berufsorientierung an Gymnasien steht, und stellte Ansätze für eine praxisnahe Vorbereitung auf die Berufswahl vor. Als Hinweis auf den Handlungsbedarf verwies die IHK auf eine schulinterne Befragung an seiner Schule: Dort fühlen sich nur 37 Prozent der befragten Jugendlichen bei der Berufs- und Studienorientierung ausreichend unterstützt. Die Zahl stammt aus der Befragung dieser einen Schule und lässt sich nicht auf alle Schüler der Region übertragen.

Fischer sagte dazu: „Entscheidend ist, dass Schüler unterschiedliche Bildungswege kennenlernen und auf dieser Grundlage eine fundierte Entscheidung über ihre berufliche Zukunft treffen können.“

Betriebe und Schulen sollen enger zusammenarbeiten

Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit von Unternehmen, Schulen und anderen Partnern. Praktische Erfahrungen und direkter Kontakt zu Ausbildungsbetrieben können Jugendlichen helfen, ihre Interessen und Fähigkeiten besser einzuschätzen. Die Ausschussvorsitzenden Stephan Soldanski und Wolfgang Paus betonten, dass junge Menschen neben dem Studium ausdrücklich auch die Karrierewege einer dualen Ausbildung kennenlernen sollten.

KI im Unterricht an berufsbildenden Schulen

Der zweite Schwerpunkt der Sitzung war Künstliche Intelligenz (KI). Jörg Michal vom Niedersächsischen Kultusministerium informierte darüber, wie sich KI sinnvoll in den Unterricht an berufsbildenden Schulen integrieren lässt. Der Ausschuss hatte sich schon bei seiner vorherigen Sitzung mit den Folgen von KI für die berufliche Bildung befasst und gemeinsam mit Vertretern der berufsbildenden Schulen Handlungsbedarf benannt: eine auf die duale Ausbildung zugeschnittene Digitalisierungs- und KI-Strategie, mehr Entscheidungsspielraum und eigene Budgets für digitale Anwendungen sowie fortlaufende Qualifizierung der Lehrkräfte. Der Unterricht soll praxisnah werden und Auszubildende auf die veränderte Arbeitswelt vorbereiten.

Was der Berufsbildungsausschuss ist

Im IHK-Berufsbildungsausschuss sitzen Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der berufsbildenden Schulen. Das ehrenamtlich tätige Gremium wird in allen wesentlichen Fragen der beruflichen Bildung beteiligt und wirkt auf deren kontinuierliche Qualitätsentwicklung hin.

Ansprechpartnerin bei der IHK ist Juliane Hünefeld-Linkermann, Tel. 0541 353-410, E-Mail: [email protected].

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