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Verschwommene Person geht durch einen hell beleuchteten Supermarkt, Symbolbild für Einkaufspreise

NRW-Inflation sinkt im Oktober 2026 auf 2,7 Prozent: Diesel und Heizöl bleiben teuer, Strom und Gas werden billiger

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Die Teuerung in Nordrhein-Westfalen hat im Oktober 2026 deutlich nachgelassen. Die Verbraucherpreise lagen 2,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, im September 2026 waren es noch 3,3 Prozent, der höchste Wert seit Dezember 2023. Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW am 30. Oktober 2026 mit. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise um 0,2 Prozent. Die Angaben gelten für das ganze Land, eine eigene Inflationsrate für die Stadt Münster veröffentlicht IT.NRW in dieser Meldung nicht.

Tankrabatt zeigt Wirkung, Diesel bleibt trotzdem fast 38 Prozent teurer

Vor allem an der Tankstelle entspannte sich die Lage. Kraftstoffe kosteten im Oktober 2026 5,3 Prozent weniger als im September. IT.NRW führt das auf den befristeten Tankrabatt von rund 17 Cent pro Liter zurück. Im Jahresvergleich bleibt der Abstand groß: Kraftstoffe insgesamt waren 27,4 Prozent teurer als im Oktober 2025, Diesel 37,9 Prozent und Benzin 24,6 Prozent. Wer in Münster aufs Rad oder den Bus umsteigt, spart diese Aufschläge, wer täglich pendelt, zahlt sie weiter.

Heizöl fast 60 Prozent teurer, Strom und Gas günstiger

Bei den Energiekosten im Haushalt zeigt sich ein gespaltenes Bild. Heizöl verteuerte sich im Jahresvergleich um 59,6 Prozent. Dagegen kostete Strom 4,5 Prozent weniger als im Oktober 2025 und Gas 2,8 Prozent weniger. Wer mit Gas oder Strom heizt und kocht, profitiert also, wer noch einen Öltank im Keller hat, nicht.

Lebensmittel: Butter fällt, Eier steigen

Nahrungsmittel waren insgesamt 0,4 Prozent teurer als vor einem Jahr, gegenüber September gaben die Preise um 0,1 Prozent nach. Eier kosteten 17,0 Prozent mehr. Butter wurde dagegen 21,8 Prozent billiger, auch Molkereiprodukte insgesamt lagen unter dem Vorjahresniveau.

Kerninflation bei 2,0 Prozent

Rechnet man Nahrungsmittel und Energie heraus, lag die Teuerung bei 2,0 Prozent. Die hohe Gesamtrate der vergangenen Monate geht damit vor allem auf die Energiepreise zurück. Zum Vergleich: Für Niedersachsen meldete das dortige Landesamt für Oktober 2026 eine Rate von 2,9 Prozent, bundesweit hatte das Statistische Bundesamt für September 2026 3,3 Prozent ermittelt. Die bundesweite Oktober-Rate lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Vorläufige Werte, endgültige Zahlen am 6. November

Die Ergebnisse sind vorläufig. IT.NRW will die endgültigen Zahlen am 6. November 2026 veröffentlichen. Weitere Daten bietet das Landesamt auf seiner Seite Verbraucherpreise.

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