Bundesnetzagentur bestätigt dringenden Zubau von Gaskraftwerken zur Versorgungssicherheit

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Im Emsland und der Grafschaft Bentheim wird die Diskussion um die Energieversorgung durch den aktuellen Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit Strom neu belebt. Die Bundesnetzagentur hat darin die dringende Notwendigkeit des Zubaus von Gaskraftwerken bestätigt, um auch künftig eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten.

Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), erklärt, dass bislang keine strukturell fehlenden Stromerzeugungskapazitäten die Versorgungssicherheit beeinträchtigt hätten. Der Bericht zeigt jedoch, dass bis 2038 viele der aktuell verfügbaren steuerbaren Kapazitäten wie Kohle- und alte Gaskraftwerke aus dem Markt ausscheiden. Ohne Neubau von mindestens 22,4 Gigawatt gesicherter Leistung könnten Lücken in der Stromversorgung entstehen.

Andreae betont die Bedeutung neuer „H2-ready“-Gaskraftwerke, die zukünftig klimaneutral mit Wasserstoff betrieben werden können, sowie die Rolle von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Pumpspeicherwerken und Batteriespeichern. Sie fordert, dass die Politik bis Anfang 2026 Ausschreibungen für diese Technologien startet und die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Kraftwerkssicherheitsgesetz und das KWK-Gesetz, anpasst, um Investitionen zu sichern.

Ein technologieoffener Kapazitätsmarkt soll darüber hinaus den Bau weiterer Kapazitäten und die Einbindung von Flexibilitäten fördern. Einen dazu passenden Vorschlag hat der BDEW mit dem Integrierten Kapazitätsmarkt (IKM) vorgelegt, der auch Biogasanlagen, KWK-Anlagen und Wasserkraftwerke berücksichtigt.

Dieser Bericht zur Versorgungssicherheit ist besonders relevant für das Emsland und die Grafschaft Bentheim, wo die Energieversorgung eng mit der nationalen Strominfrastruktur verbunden ist.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)

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