KÖLN. Die DFB-Elf hat am Sonntagabend mit einem 3:1-Erfolg gegen Nordirland ihren ersten Sieg in der laufenden WM-Qualifikation eingefahren. Vor 43.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann eine kämpferische Leistung mit starker zweiter Halbzeit.
Nach der enttäuschenden Auftaktniederlage gegen die Slowakei stand die deutsche Nationalmannschaft bereits früh unter Druck. Vor allem in der ersten Halbzeit haderte das Team mit dem eigenen Spielaufbau. Zwar brachte Serge Gnabry die DFB-Elf schon in der 7. Minute in Führung, doch Nordirlands Isaac Price glich nach einer halben Stunde aus. Der Ausgleich sorgte für Pfiffe von den Rängen zur Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte zeigte sich die DFB-Elf deutlich verbessert. Julian Nagelsmann reagierte mit mehreren Wechseln, darunter Nadiem Amiri und Florian Wirtz. Beide Joker stachen: Amiri traf in der 69. Minute zur erneuten Führung, nur drei Minuten später verwandelte Wirtz einen sehenswerten Freistoß zum 3:1-Endstand.
„Die Einwechslungen haben heute einen Unterschied gemacht“, sagte Nagelsmann nach dem Spiel. „Wir haben in der zweiten Halbzeit die nötige Energie auf den Platz gebracht.“ Auch Florian Wirtz zeigte sich zufrieden: „Wir wussten, dass wir eine Reaktion zeigen müssen. Das haben wir getan.“
Für die DFB-Elf bedeutet der Sieg wichtige Punkte im Rennen um die direkte WM-Qualifikation. In der Gruppe A liegt Deutschland nun punktgleich mit Nordirland auf Platz drei, hinter der bislang makellosen Slowakei. Das nächste Qualifikationsspiel steht im Oktober an, dann trifft Deutschland auf Luxemburg.
Für emotionale Momente sorgte zudem die offizielle Verabschiedung von Mats Hummels vor Anpfiff. Der langjährige Nationalspieler wurde für seine 78 Länderspiele geehrt – ein würdiger Rahmen im Kölner Stadion.
Der Sieg gegen Nordirland könnte für die DFB-Elf ein Wendepunkt in der Qualifikation sein. Ob die Mannschaft den Schwung mitnehmen kann, wird sich beim nächsten Spiel zeigen. Fans aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim dürfen jedenfalls wieder etwas optimistischer auf den Weg zur WM blicken.

