Im Emsland und der Grafschaft Bentheim zeigt eine aktuelle DGB-Umfrage, dass Arbeitgeber das größte Hindernis für flexible Arbeitszeiten sind. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten möchte ihre Arbeitszeit reduzieren, doch häufig verhindern starre betriebliche Strukturen und die Ablehnung durch Vorgesetzte eine flexible Arbeitszeitgestaltung.
Die Studie des DGB-Index Gute Arbeit 2025 basiert auf der Befragung von über 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern von Januar bis Mai 2025. Demnach wünschen sich 53 Prozent der Beschäftigten eine Verringerung ihrer Arbeitszeit. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei Menschen mit mehr als 40 Wochenstunden, von denen 80 Prozent weniger arbeiten möchten. Bei Arbeitszeiten über 48 Stunden pro Woche wünschen sich die Befragten eine Reduktion um durchschnittlich fast 15 Stunden.
Wenn Beschäftigte ihre Arbeitszeit erweitern wollen, scheitert dies laut Umfrage nicht am Arbeitszeitgesetz, sondern an betrieblichen Abläufen und der Ablehnung durch Vorgesetzte. 51 Prozent der Befragten sehen starre Abläufe als Hindernis, 40 Prozent nennen die Ablehnung von Vorgesetzten. Fehlende Stellen und fehlende Kinderbetreuung folgen als weitere Gründe.
Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi erklärt, dass das Problem für flexible Arbeitszeiten nicht im Gesetz liege, sondern in der Arbeitsorganisation der Arbeitgeber. Sie betont, dass mehr Effizienz in der Arbeitsorganisation der Schlüssel zu besseren Arbeitszeiten sei, anstatt längere Arbeitszeiten zu erlauben. Details und weitere Daten sind auf der DGB-Webseite abrufbar.

