Berlin, 15. Juni 2024. Die Europäische Zentralbank hat beschlossen, den Leitzins unverändert zu lassen. DIHK-Chefanalyst Volker Treier bewertet diesen Schritt als richtig und im Einklang mit den Erwartungen der Wirtschaft. Die Inflationsraten in Deutschland und dem Euroraum bewegen sich um die Zielmarke von zwei Prozent, während das konjunkturelle Wachstum schwach bleibt.
Treier betont, dass Stabilität für die Unternehmen nun Priorität hat, um Investitionen und Ausgaben planen zu können. Zudem hat sich die EU auf einen Handelsdeal mit den Vereinigten Staaten verständigt, was den Euro/US-Dollar-Wechselkurs stabilisiert. Für Deutschland bedeutet dies allerdings auch, dass von der Geldpolitik aktuell kein zusätzlicher Konjunkturbooster zu erwarten ist. „Es könnte sogar sein, dass die EZB in diesem Jahr keine weiteren Zinssenkungen vornimmt“, erläutert Treier.
Der DIHK-Chefanalyst sieht daher die Bundesregierung in der Pflicht, zügig ein wachstumsfreundlicheres Umfeld zu schaffen, damit Unternehmen wieder investieren. Unklar bleibt, ob die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins senkt und wie sich dies auf die Finanzmärkte und Exportpreise auswirkt. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist dies von besonderer Bedeutung, wie Treier betont.
Weitere Informationen zu den wirtschaftlichen Erwartungen und dem Zinsentscheid bietet die Website des Deutschen Industrie- und Handelskammertages unter www.dihk.de.
Interne Verlinkung: Lesen Sie auch unseren Artikel zur wirtschaftlichen Entwicklung im Emsland unter Wirtschaft.
Quelle: DIHK | Deutsche Industrie- und Handelskammer (Berlin)

