BERLIN. Am 15. September (13:00 Uhr) startet im Haus der Deutschen Wirtschaft das 3. Deutsch-Polnische Wirtschaftsforum. Eröffnet wird die Konferenz von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Polens Finanz- und Wirtschaftsminister Andrzej Domański. Erwartet werden rund 400 Teilnehmende aus Unternehmen, Politik und Verbänden. Ziel des Forums ist es, den bilateralen Dialog zu stärken und neue Impulse für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu setzen.
Im Fokus stehen zwei Schwerpunktthemen: industrielle Kooperation sowie die regionale Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Partnern. Organisiert wird das Forum von der AHK Polen, der DIHK, dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) und der Polnischen Agentur für Investitionen und Handel (PAIH). Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des polnischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie.
„Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen haben sich zu einer starken Innovationspartnerschaft auf Augenhöhe entwickelt“, sagt Philipp Haußmann (stellv. OA-Vorsitzender). DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov betont: „Je enger wir zusammenarbeiten, desto stärker können wir Wachstum, Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit in Europa vorantreiben.“ Lars Gutheil (AHK Polen) verweist auf enge Kooperationen in Sicherheit und Verteidigung, digitalen Dienstleistungen, Energiewende und Schlüsselindustrien wie Künstlicher Intelligenz oder Luft- und Raumfahrt. PAIH-Chef Andrzej Dycha hebt die wachsenden gegenseitigen Investitionen hervor.
Nach der Eröffnung diskutieren beide Minister mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern, welchen Beitrag die deutsche und polnische Industrie zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit leisten kann. Ein weiteres Panel beleuchtet die regionale Zusammenarbeit – unter anderem mit Erfahrungen aus Sachsen und der polnischen Region Vorkarpaten. Zwischen den Panels spricht Danuta Hübner (ehem. EU-Kommissarin) über die US-Handelspolitik und deren Auswirkungen. Bereits am Vormittag laufen drei Workshops zu Industriepolitik, Transformation der Energiemärkte und wirtschaftlicher Resilienz.
Die wirtschaftliche Basis ist robust: 2024 lag das deutsch-polnische Handelsvolumen bei knapp 172 Milliarden Euro. In den ersten sieben Monaten 2025 stieg es gegen den Trend auf über 105 Milliarden Euro (+6,0 %). Die deutschen Exporte nach Polen legten um 3,4 Milliarden Euro (+6,3 %) zu, die Importe aus Polen wuchsen um 2,6 Milliarden Euro (+5,7 %). Deutschland zählt Polen zu seinen wichtigsten Handelspartnern, während deutsche Unternehmen bis Ende 2023 rund 48 Milliarden Euro in Polen investiert und dort über 480.000 Mitarbeitende beschäftigt haben.
Für Unternehmen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim eröffnet das Deutsch-Polnische Wirtschaftsforum Kontakte zu Branchen, die aktuell stark wachsen. Wer Kooperationen prüfen oder vertiefen will, findet hier kompaktes Know-how, konkrete Ansprechpartner und Einblicke in regionale Förder- und Netzwerkstrukturen.
Quelle: Presseinfo DIHK / Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft / AHK Polen / PAIH
