Bauernverband fordert Freiwilligkeit bei Umsetzung der EU-Naturverordnung

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BERLIN. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat Bund und Länder aufgefordert, bei der nationalen Umsetzung der europäischen Naturwiederherstellungs-Verordnung auf freiwillige und kooperative Maßnahmen zu setzen. Anlass ist die gestartete Konsultation des Bundesumweltministeriums zur konkreten Ausgestaltung der Verordnung.

In einer aktuellen Erklärung des DBV-Präsidiums heißt es, nur durch die Beteiligung von Land- und Forstwirtschaft sowie Grundeigentümern könne Akzeptanz geschaffen und ein tatsächlicher Beitrag zur Wiederherstellung der Natur geleistet werden. Ordnungsrechtliche Maßnahmen oder Vorkaufsrechte für Naturschutzbehörden lehnt der Verband entschieden ab.

„Freiwilligkeit, Kooperation und Qualität statt Flächenstilllegung mit der Brechstange“, lautet der Tenor. Besonders kritisiert der DBV die aus seiner Sicht realitätsfernen Fristen und Ziele der Verordnung. Er fordert eine Verlängerung der Umsetzungszeiträume auf europäischer Ebene – auch mit Verweis auf entsprechende Absichtserklärungen im deutschen Koalitionsvertrag.

Für viele Landwirte und Eigentümer im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ist die Diskussion um die Naturverordnung hochrelevant. Zahlreiche Betriebe wirtschaften in direkter Nachbarschaft zu Schutzgebieten oder auf Flächen mit hoher ökologischer Bedeutung. Wie genau die Regelungen vor Ort angewendet werden, wird maßgeblich von den Vorgaben des Bundes und der Länder abhängen.

Weitere Informationen zur Position des Bauernverbands gibt es auf bauernverband.de.

Quelle: Deutscher Bauernverband

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