FRANKFURT. Mit dem „Jahr der Schule“ startet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gemeinsam mit seinen Landesverbänden eine bundesweite Initiative für mehr Bewegung im Schulalltag. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche wieder stärker für Sport zu begeistern – unabhängig von sportlicher Leistung oder Vereinsbindung. Im Fokus steht dabei nicht nur Fußball, sondern die ganzheitliche Förderung durch körperliche Aktivität.
Hintergrund der Aktion ist ein wachsendes Bewegungsdefizit bei Kindern und Jugendlichen. Laut aktuellen Studien erreichen 75 Prozent der Grundschulkinder die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungszeit von einer Stunde nicht. Die Folge: motorische Entwicklungsstörungen und ein deutlicher Anstieg gesundheitlicher Probleme.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte beim Auftakt der Initiative am 12. September in Frankfurt: „Sport ist kein Zusatzangebot, sondern ein unverzichtbarer Teil von Bildung. Der Ausbau von Bewegungsangeboten – insbesondere im Ganztag – muss ein gesellschaftliches Ziel sein.“
Ein zentrales Element des Programms ist die „Schule des Kleinfeldfußballs“, entwickelt vom DFB-Kompetenzteam um Hannes Wolf. Die Spielformen im Drei-gegen-Drei sollen Bewegung fördern, Platz sparend sein und Lehrkräften einfache Möglichkeiten zur Umsetzung bieten – selbst bei beengten räumlichen Bedingungen.
Auch für Schulen im Emsland und der Grafschaft Bentheim bietet das „Jahr der Schule“ Potenzial: Durch die Kooperation mit lokalen Fußballvereinen können Bewegungsangebote im Ganztag erweitert und niedrigschwellige sportliche Zugänge geschaffen werden – insbesondere auch für Mädchen.
Weitere Infos und Materialien zum „Jahr der Schule“ stellt der DFB unter dfb.de zur Verfügung.
Quelle: Deutscher Fußball-Bund e.V.

