BDEW sieht Monitoringbericht zur Energiewende als positives Signal

Anzeige

BERLIN/REGION. Der heute von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgestellte Monitoringbericht zur Energiewende wird vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) als „überzeugender Angang“ gewertet. Laut Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, spiegelt der Bericht zentrale Positionen der Branche wider – darunter der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren, die Stärkung der Wasserstoffwirtschaft sowie die Notwendigkeit einer technologieoffenen Versorgungssicherheit.

Konkret hebt der BDEW die geplante Einführung eines Kapazitätsmarkts bis 2027 und den notwendigen Zubau wasserstofffähiger Gaskraftwerke als zentrale Maßnahmen hervor. Die Energiewirtschaft fordert zudem, dass die Ergebnisse des Monitorings nun zeitnah in enger Abstimmung mit den Unternehmen umgesetzt werden. Andreae betont: „Die Unternehmen brauchen einen verlässlichen Kurs, Planungs- und Investitionssicherheit.“

Auch die Digitalisierung und Bürokratieabbau seien entscheidend, um die Transformation des Energiesystems zu beschleunigen. Zwar entwickle sich die Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie derzeit langsamer als erwartet, doch mit Blick auf Rechenzentren, Elektrolyseure und E-Mobilität werde die Stromnachfrage steigen. Der prognostizierte Bedarf von 600 bis 700 Terawattstunden sei daher eher eine Momentaufnahme.

Der Verband fordert darüber hinaus eine realistische Bewertung der Ausbauziele für erneuerbare Energien. Nur durch schnellere Genehmigungen und klare Rahmenbedingungen könnten 80 Prozent Anteil am Strommix bis 2030 tatsächlich erreicht werden. Besonders betont wird auch die Systemeffizienz: Eine intelligente Infrastrukturplanung senke nicht nur Kosten, sondern erhöhe zugleich die Stabilität des Energiesystems.

Mit Blick auf den notwendigen Netzausbau warnt Andreae vor einem „Deutsche-Bahn-Effekt“: Versäumnisse bei Investitionen in die Infrastruktur dürften sich nicht wiederholen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland langfristig zu sichern.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel