Ein Weg mit dem Schriftzug 'Energiewende' in weißer Farbe auf dem Asphalt.

Niedersachsen diskutiert neue Speicher-Strategie für die Energiewende

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Hannover. Wie lassen sich Stromspeicher und Sektorenkopplung besser nutzen, um die Energiewende voranzubringen? Mit dieser Frage hat sich der Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz des Niedersächsischen Landtages am Montag befasst. Grundlage war ein gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 19/7477), der konkrete Maßnahmen zur Ausschöpfung technischer Potenziale fordert.

Kernpunkt des Antrags ist die Forderung nach einem landesweiten Speicher- und Kopplungskonzept, das insbesondere dezentrale Strukturen stärker berücksichtigt. Der Antrag wurde dem Ausschuss bereits im Juni zur Beratung überwiesen und nun durch die Landesregierung ausführlich unterrichtet.

Ziel: Netzstabilität, Effizienz und Versorgungssicherheit

Die Energiepolitik steht in Niedersachsen vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits soll der Ausbau erneuerbarer Energien weiter beschleunigt werden, andererseits müssen Stromnetze stabil bleiben und neue Verbrauchssektoren wie Wärme und Mobilität eingebunden werden.

„Speicherlösungen und Sektorenkopplung sind der Schlüssel zu einem resilienten Energiesystem“, heißt es im Antrag. Durch intelligente Nutzung von Stromüberschüssen – etwa durch Power-to-Heat oder Power-to-Gas – sollen Netzengpässe vermieden und Versorgungslücken geschlossen werden.

Chancen für Kommunen und Unternehmen

Gerade für Regionen wie das Emsland und die Grafschaft Bentheim, in denen bereits viele Wind- und Biogasanlagen betrieben werden, eröffnen sich durch verbesserte Speicherinfrastruktur neue Perspektiven. Kommunen könnten lokal Strom puffern und gezielt einsetzen, Unternehmen könnten überschüssige Energie wirtschaftlich nutzen oder weitervermarkten.

Auch die Integration von Industrieabwärme, Geothermie oder Wasserstoffprojekten spielt eine Rolle. Das Land soll laut Antrag entsprechende Förderstrukturen schaffen, rechtliche Hürden abbauen und technologische Pilotprojekte aktiv unterstützen.

Fachliche Bewertung und Ausblick

Der Antrag sieht unter anderem vor, wissenschaftliche Studien zur technischen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Speichern in Auftrag zu geben. Außerdem soll das Land die Genehmigungsverfahren für Speicheranlagen vereinfachen und Kommunen besser informieren.

Die Beratung wird in den kommenden Sitzungen fortgesetzt. Eine Beschlussfassung könnte noch in diesem Herbst erfolgen.

Quelle: Niedersächsischer Landtag, Ausschussunterlagen Woche 42/2025.

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