Chile wird zum Schlüsselpartner für Deutschlands Rohstoffsicherheit

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Berlin. Wie Deutschland sich den Zugang zu kritischen Rohstoffen für die Energiewende sichern will, war Thema des Deutsch-Chilenischen Rohstoff- und Bergbauforums am 10. Oktober 2025 in Berlin. Chile gilt dabei als strategischer Partner mit globaler Bedeutung, insbesondere bei Lithium und Kupfer – zwei der wichtigsten „Klimarohstoffe“. Deutschland setzt im Gegenzug auf technologische Unterstützung für einen nachhaltigen und digitalen Bergbau.

Bereits seit 2013 besteht zwischen beiden Ländern ein Kooperationsabkommen im Rohstoffsektor. Das Forum gilt als wichtigste Plattform zur Vertiefung dieser Zusammenarbeit. In diesem Jahr diskutierten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Zukunft der Rohstoffsicherheit. Eröffnet wurde das Treffen im Haus der Deutschen Wirtschaft von Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). „Chile ist ein verlässlicher Wertepartner mit einer langen gemeinsamen Handelstradition“, betonte Treier. Ziel sei es, durch langfristige Partnerschaften und nachhaltige Investitionen die Versorgung mit strategischen Rohstoffen wie Kupfer und Lithium zu sichern.

Die chilenische Bergbauministerin Aurora Williams Baussa war ebenso vor Ort wie Beate Baron vom Bundeswirtschaftsministerium. Als Keynote-Speaker trat Juan Ignacio Díaz, Präsident und CEO der International Copper Association, auf. In mehreren Fachpanels tauschten sich Unternehmen wie Anglo American, Aurubis, Bauer Spezialtiefbau, Ferrostaal Chile, WISMUT und Becker Mining über konkrete Investitionsprojekte aus. Mit dabei waren auch Clean Tech Lithium und das Projekt Hot Chili.

Moderiert wurden die Diskussionen von der Direktorin von InvestChile und einem Vertreter des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Besonderes Augenmerk lag auf der Frage, wie Chiles Rohstoffreichtum und deutsche Technologiekompetenz kombiniert werden können, um die Energiewende ökologisch und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. „Unser Ziel ist es, die Rohstoffsicherheit der deutschen Industrie zu stärken – und dabei ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Chancen miteinander zu verbinden“, erklärte Treier.

Das nächste Forum ist für 2026 in Chile geplant. Unternehmen und Institutionen aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim, die im Bereich Energie, Umwelttechnik oder Industrieproduktion tätig sind, können von dieser Partnerschaft profitieren – etwa durch Technologielieferungen, Forschungstransfer oder strategische Allianzen. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer und beim DIHK.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)

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