Hamburg. Die DAK-Gesundheit hat im Jahr 2024 rund 1,03 Milliarden Euro für die medizinische und pflegerische Versorgung ihrer Versicherten in Hamburg aufgewendet – ein Anstieg um mehr als acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Krankenkasse deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Laut aktueller Auswertung investierte die DAK-Gesundheit pro Kopf durchschnittlich 5.106 Euro für medizinische Leistungen in Hamburg – das sind 22 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt der Gesetzlichen Krankenkassen (4.184 Euro). Dazu kommen durchschnittlich 1.030 Euro je Versicherten für Pflegeleistungen, was einem Plus von 10,2 Prozent entspricht.
Krankenhauskosten steigen besonders stark
Die höchsten Ausgaben entfielen auf Krankenhausbehandlungen mit 1.713 Euro pro Kopf (plus 10,7 Prozent), gefolgt von Arzneimitteln mit 1.055 Euro (plus 9,1 Prozent). Landeschef Jens Juncker betont die Verlässlichkeit der Versorgung trotz wachsendem Kostendruck: „Wir investieren weiter in eine hochwertige medizinische und pflegerische Betreuung – das ist unser Anspruch als Versorgerkasse.“
Politische Forderung nach Systemreform
Die stark gestiegenen Gesamtkosten zeigen laut DAK den Reformbedarf im Gesundheitssystem. Juncker fordert eine „einnahmeorientierte Ausgabenpolitik“ und verweist auf den Druck, unter dem alle Krankenkassen stehen. „Das System gerät zunehmend an seine Grenzen“, so Juncker. Deshalb brauche es politische Maßnahmen, um langfristig stabile Beiträge zu gewährleisten.
Weitere Details enthält der aktuelle DAK-Geschäftsbericht 2024, der erstmals auch länderspezifische Leistungszahlen ausweist.
Quelle: DAK-Gesundheit, Landesvertretung Hamburg. Foto: DAK-Gesundheit

