Ein Beispiel für diese Praxis ist das Unternehmen ZINQ aus Gelsenkirchen, das in der ressourcenintensiven Stahlverzinkung mit einem zirkulären Geschäftsmodell namens „Planet ZINQ“ Maßstäbe setzt. Die patentierte Mikrozink-Technologie reduziert den Materialeinsatz um rund 80 Prozent. Mit hauchdünnen Zinkschichten verlängert das Unternehmen die Lebensdauer von Stahlteilen und minimiert zugleich Emissionen.
DBU-Kuratoriumsvorsitzender Kai Niebert lobte das Führungsduo Bendiek und Baumgürtel als Vorreiter einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. „Den Sprint in die Zukunft gewinnt man nicht im Rückwärtsgang“, erklärte Niebert mit Blick auf den Wandel zu mehr Ressourceneffizienz.
Seneviratne: Forschung für mehr Klimawissen und Resilienz
Für bahnbrechende Studien zur Land-Klima-Dynamik wurde die Schweizer Klimaforscherin Sonia Seneviratne geehrt. Ihre Arbeiten verdeutlichen, wie stark Wechselwirkungen zwischen Bodenfeuchte, Vegetation und Atmosphäre das Klima beeinflussen – etwa durch Dürreprozesse, die CO₂-Speicherfunktionen einschränken.
„Frau Seneviratne zeigt, wie Resilienz das neue ,Nachhaltig‘ wird“, so Niebert. Ihr Wissen ermögliche es, Klimamodelle zu verbessern und konkrete Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln – mit Relevanz für Landwirtschaft, Städtebau und globale Klimapolitik.
Bedeutung für Alltag und Zukunft
Der Deutsche Umweltpreis der DBU ist nicht nur Anerkennung, sondern Motivation zur Nachahmung. Die ausgezeichneten Leistungen zeigen, wie regionale Unternehmen und internationale Forschung gemeinsam Zukunft gestalten. DBU-Generalsekretär Bonde: „Ob Wissenschaft oder Mittelstand – beide zeigen, dass Klimaschutz keine Dekoration, sondern wirtschaftlicher Kern sein kann.“
Mehr Informationen zum Umweltpreis und zu den Preisträgern finden sich im Umweltpreis-Blog der DBU. Weitere lokale wie bundesweite Nachhaltigkeitsthemen behandelt auch unser Magazinbereich Umwelt.
Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
