Brüssel/Berlin. Ab dem 12. November 2025 tritt die neue EU-Verordnung zur Gigabit-Infrastruktur in Kraft. Ziel ist es, den Ausbau schneller Glasfasernetze europaweit zu beschleunigen und die Kosten für Anbieter und Verbraucher zu senken. In Deutschland wird die Regelung durch das novellierte Telekommunikationsgesetz ergänzt.
Die sogenannte „Verordnung (EU) 2024/1309“ soll einen gemeinsamen Rahmen schaffen, um Genehmigungsverfahren zu digitalisieren, Bauarbeiten besser zu koordinieren und die Nutzung bestehender Infrastrukturen zu erleichtern. Davon profitieren nicht nur Anbieter, sondern auch Haushalte – durch bessere Verfügbarkeit und mehr Auswahl beim Internetanschluss.
Glasfaser für alle: Das ändert sich für Haushalte und Bauherren
Die Regelung verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Einrichtung zentraler Anlaufstellen für Bauprojekte und schafft neue Vorgaben:
- Schnellerer Glasfaser-Ausbau durch weniger Bürokratie und gemeinsame Nutzung von Leerrohren
- Verpflichtende Infrastruktur bei Neubauten oder Sanierungen für leistungsfähige Netzanschlüsse
- Mehr Wettbewerb durch faire Zugangsbedingungen für Provider
- Weniger Baustellen-Chaos durch koordinierte Planungen
In Deutschland gelten zusätzlich neue Regeln im Telekommunikationsgesetz. Demnach hat der Ausbau leistungsstarker Netze bis Ende 2030 „überragendes öffentliches Interesse“. Genehmigungen sollen schneller erteilt werden und Netzbetreiber mehr Planungssicherheit erhalten.
Ab November profitieren Nutzer in ganz Europa von besseren Ausbauchancen – Glasfaser wird zum neuen Standard.
Informationen zur Netzabdeckung bietet z. B. die Telekom Glasfaser-Karte. Die Bundesnetzagentur unterstützt zudem mit der App „Breitbandmessung“ eine realistische Geschwindigkeitsprüfung und Erhebung der Versorgungslage.

