Osnabrück. Ein starkes Zeichen für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt: Die Industrie- und Handelskammern Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim sowie Ostfriesland und Papenburg haben erstmals eine berufliche Kompetenzfeststellung nach §50a BBiG erfolgreich begleitet. Die REWE-Mitarbeiterin Natalia Frolov erhielt als erste in der Region ein offizielles Kompetenzzeugnis – trotz Lernbeeinträchtigung, aber mit viel Erfahrung und Engagement.
Seit sieben Jahren ist die 30-Jährige fester Bestandteil des REWE-Markts Kaluscha & Wehling in Osnabrück. Nun kann sie belegen, was sie täglich unter Beweis stellt: Fachliche Kompetenz, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Das Verfahren dokumentiert praktische Fähigkeiten von Menschen ohne Berufsabschluss – ein bundesweit wachsender Ansatz, um Durchlässigkeit im Bildungssystem zu fördern.
Berufliche Kompetenzfeststellung Osnabrück stärkt Teilhabe
„Dieses Verfahren würdigt individuelle Stärken – unabhängig von schulischen Abschlüssen“, betont Juliane Hünefeld-Linkermann, Geschäftsbereichsleiterin der IHK Osnabrück. Arbeitgeber, Kammer und Fachberaterin Petra Schmidt begleiteten Natalia Frolov eng durch den Prozess. Die REWE-Kaufleute Kaluscha und Wehling übernahmen die Kosten und unterstützen die Initiative ausdrücklich.
„Ich bin stolz auf mich“, sagt Frolov nach Abschluss. „Jetzt habe ich ein Zeugnis in der Hand, das zeigt, was ich kann.“ Ihr Arbeitgeber zeigt sich ebenfalls erfreut: „Für uns war Natalia schon immer ein unverzichtbares Teammitglied – jetzt ist das auch offiziell dokumentiert.“
Mehr Anerkennung für praktische Kompetenz
Die IHK will das Verfahren künftig breiter anbieten, um Inklusion und berufliche Anerkennung weiter voranzutreiben.

