Berlin. Der Verein „Anna und Hanna e.V.“ hat den Berliner Landeswettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ der DAK-Gesundheit gewonnen. Das digitale Beratungsangebot für Mädchen ab zwölf Jahren setzte sich gegen rund 500 bundesweite Bewerbungen durch. Die Preisverleihung fand unter Schirmherrschaft von Gesundheitssenatorin Ina Czyborra statt.
Die Initiative überzeugte mit einem umfassenden digitalen Konzept zur Stärkung von Mädchenrechten und Gewaltprävention. Gründerinnen Anna-Lena Reiferscheid und Hanna Kopahnke entwickelten den Verein aus ihrer Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen. Ihr Projekt bietet niederschwellige Hilfe bei gesundheitlichen, sozialen und psychischen Belastungen junger Mädchen.
Gesundheitsprojekte mit Herz und Wirkung
Den zweiten Platz belegte die Nachbarschaftsinitiative „LeNa – lebendige Nachbarschaft“. Sie unterstützt ältere Menschen mit ehrenamtlichen Besuchsdiensten und fördert so soziale Gesundheit im Alter. Dritter wurde „Berlin Jags Unity e.V.“, ein Kinderturnprojekt, das sportliche Bewegung mit Gemeinschaftssinn verbindet.
Mit dem Sonderpreis Pflege wurde „Young Adult Carers Connect“ ausgezeichnet. Die digitale Selbsthilfegruppe des Vereins „wir pflegen e.V.“ bietet jungen Erwachsenen mit Pflegeverantwortung Raum für Austausch, Verständnis und Entlastung im Alltag.
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Digitale Beratung stärkt Selbstwert
„Anna und Hanna e.V.“ steht exemplarisch für gelebte Solidarität und digitale Aufklärung. „Wir wollen Mädchen stärken, sichtbar machen und vor Gewalt schützen“, sagt Anna-Lena Reiferscheid. Ihr Angebot behandelt unter anderem Themen wie Körperwissen, Gewalt, psychische Gesundheit und Selbstbestimmung. Die Plattform ist bewusst niedrigschwellig konzipiert und reagiert auf moderne Herausforderungen junger Nutzerinnen – sowohl online als auch im Alltag.
DAK-Landeschef Volker Röttsches würdigte das Projekt als zukunftsweisend: „Das Engagement zeigt, wie digitale Kompetenz, Kreativität und Mitgefühl zu einem gesunden Miteinander beitragen können. Gesundheit beginnt im sozialen Handeln – genau das machen die Preisträgerinnen sichtbar.“
Im Dezember entscheidet eine Bundesjury, welches der Landessiegerprojekte bundesweit prämiert wird. Weitere Informationen gibt es unter www.dak.de/gesichter sowie direkt auf der Projektseite von Anna und Hanna e.V..

