Berlin. Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert deutliche Nachbesserungen an den aktuellen EU-Vorschlägen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und zum Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028. In Brüssel stehen diese Woche richtungsweisende Gespräche an – und die Kritik aus dem Agrarsektor ist laut.
Hintergrund ist die jüngste Vorlage der EU-Kommission zur Finanzplanung und Ausgestaltung der Agrarpolitik ab 2028. Der DBV bewertet diese als unzureichend. Präsident Joachim Rukwied erklärte: „Die Vorschläge sind in der aktuellen Form nicht akzeptabel.“ Auch führende Fraktionsvertreter im EU-Parlament fordern von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen substanzielle Nachbesserungen.
Forderung nach eigenständigem GAP-Budget
Kernforderung des Bauernverbandes ist die Einführung einer eigenständigen europäischen Agrarpolitik mit einem festen Budgetrahmen. Dieses Budget müsse unter anderem eine gezielte Förderung des ländlichen Raums und eine klare regionale Zuständigkeit umfassen. „Wir brauchen eine inflationsbereinigte Sicherung des GAP-Budgets und eine spürbare Einkommenswirkung für die Betriebe“, so Rukwied. Nur so könnten Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit langfristig gesichert werden.
Kritik und Nachbesserungsbedarf: Was jetzt in Brüssel auf dem Spiel steht
Die Gespräche in Brüssel gelten als entscheidend für die zukünftige Finanzierung der europäischen Landwirtschaft. Der Bauernverband fordert von der EU-Kommission konkrete Zusagen zur finanziellen Absicherung der GAP und betont, dass Planungssicherheit und Unabhängigkeit der europäischen Ernährungspolitik nur mit einer tragfähigen Finanzierung erreichbar sind.
Weitere Informationen zur Position des Deutschen Bauernverbands sind auf bauernverband.de abrufbar. Einen Überblick zur GAP und ihrer Bedeutung bietet zudem die EU-Kommission.

