München. Die Malediven haben als erstes Land weltweit einen bedeutenden Erfolg im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit erzielt: Der Inselstaat erreichte die sogenannte Dreifach-Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV, Syphilis und Hepatitis B. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit mit Sitz in München hin.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet diesen Fortschritt als historischen Durchbruch im Kampf gegen vermeidbare Infektionen bei Neugeborenen. Millionen Mütter und Kinder weltweit sind von der Übertragung dieser Krankheiten betroffen – insbesondere in Südostasien, wo im vergangenen Jahr laut Schätzungen mehr als 23.000 Schwangere an Syphilis erkrankten und 25.000 HIV-positive Frauen medizinisch versorgt wurden.
Gesundheitsschutz für Babys auf den Malediven
Kern des Erfolgs ist die umfassende Stärkung des maledivischen Gesundheitssystems. Alle Schwangeren erhalten dort kostenlosen Zugang zu medizinischer Vorsorge, inklusive Tests auf HIV, Syphilis und Hepatitis B. Zudem gehört eine Hepatitis-B-Impfung unmittelbar nach der Geburt zur Standardversorgung – eine Maßnahme, die das Risiko einer chronischen Infektion deutlich senkt.
„Durch diese frühzeitige Prävention konnten 2022 und 2023 auf den Malediven keine HIV- oder Syphilis-Fälle bei Neugeborenen mehr nachgewiesen werden“, berichten die SOS-Kinderdörfer. Auch Hepatitis-B-Fälle bei Kleinkindern traten keine mehr auf.
Erfahren Sie, warum das maledivische Modell Vorbild für andere Länder sein könnte.
Diese medizinischen Erfolge belegen, wie entscheidend politische Entschlossenheit, finanzielle Investitionen und präventive Gesundheitsprogramme im Kampf gegen chronische Krankheiten sind. Die SOS-Kinderdörfer sehen darin ein positives Beispiel, das auch in anderen Regionen Schule machen könnte – insbesondere in Ländern mit vergleichbaren Herausforderungen im Gesundheitswesen.

