Mann, der aus einem Loch im Eiswasser auftaucht, mit muskulösem Oberkörper und lächelndem Gesichtsausdruck.

Angelina Köhler mit deutschem Rekord – Bundesweite Eisschwimmtage 2026 geplant – Schwimmzentrum Magdeburg erhält Förderzusage

Wuppertal/Magdeburg/Berlin. Der deutsche Schwimmsport glänzt mit neuen Rekorden, mutigen Initiativen und großer Infrastrukturunterstützung. Bei der DKM in Wuppertal stellt Angelina Köhler einen neuen deutschen Rekord auf. Gleichzeitig kündigt der DSV die „Eisschwimmtage 2026“ an und begrüßt die Bundesförderung für ein neues nationales Schwimmzentrum in Magdeburg.

Angelina Köhler dominiert DKM in Wuppertal

Angelina Köhler schwimmt bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften (DKM) am Freitag auf ein neues Rekordniveau. Die 25-jährige Berlinerin sichert sich Doppelgold über 50 m Schmetterling und 200 m Freistil. Ihre Zeit im Schmetterlings-Vorlauf: 25,31 Sekunden – deutscher Rekord, 18 Hundertstel unter der alten Bestmarke von Aliena Schmidtke. „Ich weiß, dass ich noch schneller kann“, so Köhler. Ihr Ziel: unter 25 Sekunden, möglichst bei der EM in Lublin.

Über 200 m Freistil (1:58,13 Minuten) holt sie ebenfalls Gold: „Das ist schon cool, auf dieser Strecke war ich noch nie Meisterin.“ Weitere starke Leistungen zeigten Lise Seidel (200 m Rücken in 2:06,49) und Noelle Benkler (400 m Lagen in 4:35,87). Beide Youngsters verbesserten ihre persönlichen Bestzeiten deutlich und bereiten sich auf die Kurzbahn-EM vor.

Maurice Grabowski überraschte mit 22,82 Sekunden über 50 m Schmetterling – unter der U23-Norm. „Ich habe erstmals für einen Kurzbahn-Wettkampf getapert“, erklärte der Schwimmer vom SC Wiesbaden. Oskar Schildknecht holte Gold über 200 m Rücken in 1:54,69 Minuten, Cedric Büssing (400 m Lagen, 4:11,05) und Timo Sorgius (200 m Freistil, 1:43,34) siegten ebenfalls souverän.

Förderzusage für nationales Schwimmzentrum in Magdeburg

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) begrüßt die Förderzusage des Bundes für das geplante nationale Schwimmzentrum in Magdeburg. In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Bundestags wurde die Finanzierung genehmigt. „Das ist ein sehr guter Tag für den Schwimmsport“, sagte DSV-Vorstand Jan Pommer. Das Zentrum wird die fünf olympischen Sportarten des Verbandes langfristig stärken. Ziel sei es, Deutschland ab 2040 zu einer der Top-5-Nationen im Schwimmen zu machen.

Sportministerin Dr. Tamara Zieschang lobte den Standort Magdeburg: „Das Zentrum wird nicht nur dem Schwimmsport, sondern auch dem Sportland Sachsen-Anhalt einen starken Impuls geben.“ Der Bund übernimmt laut Planungen 90 % der Baukosten, die Stadt rechnet mit 51 Millionen Euro Gesamtkosten. Geplant sind ein 50-Meter-Becken im Wettkampfformat, ein Strömungskanal, Krafträume, eine Höhenkammer, Diagnostik- und Tagungsräume.

Olympiasieger wie Lukas Märtens und Florian Wellbrock sowie Bundestrainer Bernd Berkhahn haben laut Zieschang maßgeblich zur Sichtbarkeit Magdeburgs im internationalen Schwimmsport beigetragen.

Eisschwimmtage 2026 – Deutschland taucht ins kalte Wasser

Der DSV startet 2026 erstmals die bundesweiten Eisschwimmtage. Vom 1. bis 6. Januar öffnen Vereine ihre Freibäder, Seen oder Flüsse für sichere und betreute Eisschwimm-Erlebnisse. Die Aktion knüpft an die Schwimmabzeichentage und Neujahrsbäder an – geht aber einen mutigeren Weg: geschwommen wird im eiskalten Wasser, begleitet von geschultem Personal.

„Eisschwimmen stärkt die Gesundheit und ist ein ganz besonderes Erlebnis“, so DSV-Vorstand Jan Pommer. Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Einstieg in das kalte Element zu ermöglichen – ob Einsteiger oder Freiwasserprofis. Teilnahmeempfehlung ab 16 Jahren, jüngere Teilnehmende benötigen medizinisches Okay und elterliche Zustimmung.

Der DSV stellt teilnehmenden Vereinen Checklisten, Sicherheitsleitfäden und Marketingmaterialien zur Verfügung. Eine interaktive Karte auf www.eisschwimmtage.de listet alle Events und informiert zu Vorbereitung, Gesundheit und Erfahrungsberichten.

Deutsche Kurzbahn-Meister*innen – Tag 2 in Wuppertal

  • 200 m Freistil Männer: Timo Sorgius (SSG Leipzig) – 1:43,34
  • 200 m Freistil Frauen: Angelina Köhler (SG Neukölln) – 1:58,13
  • 200 m Rücken Männer: Oskar Schildknecht (SG Neukölln) – 1:54,69
  • 200 m Rücken Frauen: Lise Seidel (SC Chemnitz) – 2:06,49
  • 50 m Schmetterling Männer: Maurice Grabowski (SC Wiesbaden) – 22,82
  • 50 m Schmetterling Frauen: Angelina Köhler (SG Neukölln) – 25,42 (VL: 25,31 – Deutscher Rekord)
  • 400 m Lagen Männer: Cedric Büssing (SG Essen) – 4:11,05
  • 400 m Lagen Frauen: Noelle Benkler (SV Nikar Heidelberg) – 4:35,87
  • 4×50 m Freistil Männer: SC Wiesbaden – 1:27,79
  • 4×50 m Freistil Frauen: SG Bayer – 1:43,44

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