Wiesbaden. Die Unternehmenslandschaft in Deutschland wächst weiter: In den ersten drei Quartalen 2025 wurden rund 99.300 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung neu gegründet. Das sind 9,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 14. November mit.
Auch die Gesamtzahl aller Neugründungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent. Das deutet auf eine insgesamt positive Entwicklung im Gründungsgeschehen hin – trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Mehr Betriebsgründungen, aber auch mehr Schließungen
Neben dem Anstieg bei Gründungen verzeichnete Destatis auch eine Zunahme bei den vollständigen Gewerbeaufgaben: Rund 74.300 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung wurden im Zeitraum Januar bis September 2025 aufgegeben, das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent. Über alle Betriebsformen hinweg stieg die Zahl der Schließungen leicht um 1,1 Prozent.
Diese parallele Entwicklung unterstreicht den Wandel und die Dynamik innerhalb der deutschen Wirtschaft: Während viele neue Geschäftsideen realisiert werden, verschwinden gleichzeitig bestehende Unternehmen vom Markt.
Hintergrund
Die Erhebung umfasst Betriebe, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Relevanz hinweisen. Dazu zählen insbesondere Kapitalgesellschaften, größere Personengesellschaften und Einzelunternehmen mit Beschäftigten.
Weitere Informationen und Detailauswertungen bietet das Statistische Bundesamt.