Gruppe von sechs Personen, die einen großen Scheck über 3000 Euro für das Hospizhaus Tecklenburger Land präsentieren.

Innovationsforum Schmerzmedizin 2025: Fachgesellschaft diskutiert Zukunft der Versorgung

München. Mit dem zweitägigen Innovationsforum in München hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) am 14. November 2025 ein deutliches Signal für zukunftsfähige Strukturen in der Schmerzversorgung gesetzt. Mehrere hundert Schmerzspezialisten diskutieren bis zum 15. November neue Ansätze für eine bessere Betreuung chronisch erkrankter Menschen.

DGS-Präsident Dr. Richard Ibrahim verwies zur Eröffnung auf die anhaltend großen Herausforderungen: „Auf 100.000 Einwohner kommen in manchen Bundesländern nur zwei Schmerzärzte. Um 15 Millionen Betroffene angemessen zu versorgen, brauchen wir neue Strukturen – etwa Landeszentren, ambulante Therapieangebote, Telemedizin und digitale Lösungen.“

Schmerzmedizin im Wandel

Im Mittelpunkt des Forums stehen innovative Konzepte für Diagnostik und Therapie. Die DGS sieht sich dabei als Impulsgeberin und Plattform für interdisziplinären Austausch. Ein wichtiges Ziel: Patientinnen und Patienten ein möglichst schmerzarmes, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

„Trotz Fortschritten bestehen große regionale Unterschiede“, sagte Dr. Ibrahim. Das Innovationsforum soll deshalb helfen, Wissen zu teilen, Netzwerke zu stärken und neue Versorgungspfade zu entwickeln.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch zwei Spenden überreicht – an das Hospizhaus Tecklenburger Land und an die Deutsche Schmerzliga. Andrea Lüttmann, Geschäftsführerin des Hospizes, betonte: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben. Schmerzmedizin ist dabei essenziell.“

Ayleen Müller von der Deutschen Schmerzliga erklärte: „Viele Betroffene leiden zusätzlich unter Ängsten oder Isolation. Wir wollen mit der DGS gemeinsam Lebensfreude und Zuversicht zurückbringen.“

Ausblick auf die Versorgung von morgen

Die DGS plant bereits die nächsten Schritte. Vom 19. bis 21. März 2026 finden die Deutschen Schmerz- und Palliativtage statt, auf denen die erarbeiteten Impulse weiter vertieft werden. Schon jetzt zeigt sich: Digitalisierung, Interdisziplinarität und Patientenorientierung sind entscheidende Faktoren für eine moderne Schmerzversorgung.

Weitere Informationen und Fachbeiträge stellt die Gesellschaft auf www.dgschmerzmedizin.de bereit

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