Schwarz-weißes Porträt von Adolf Hitler in einem historischen Raum mit einem langen Tisch und Stühlen.

Dokumentarisches Theaterprojekt „Hitlers Tischgespräche“ in Münster

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Münster. Mit dem dokumentarischen Schauspiel „Hitlers Tischgespräche“ bringt die Stadtbücherei Münster am Dienstag, 18. November, ein ungewöhnliches Theaterformat auf die Bühne. Ab 20 Uhr lädt die Aufführung mit anschließender Diskussion dazu ein, sich intensiv mit dem Nationalsozialismus und aktuellen rechtsradikalen Tendenzen auseinanderzusetzen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist online möglich.

Theater gegen Rechtsradikalismus

Im Zentrum der Inszenierung steht Schauspieler und Historiker Andreas Breiing, der Adolf Hitler in einem ungewöhnlich stillen Moment porträtiert: nicht als schreienden Diktator, sondern als sinnierenden Gesprächspartner in vertrauter Runde. Die Grundlage des Stücks bilden originale Monologe, die Hitler zwischen 1941 und 1944 äußerte. Sein Sekretär Martin Bormann ließ diese sogenannten Tischgespräche stenografisch festhalten.

„Ich bin doch kolossal human“, zitiert das Stück den Diktator – ein Satz, der seine Selbstdarstellung und ideologischen Widersprüche offenlegt. Die Themen reichen von Ernährung über Religion bis hin zur Rolle der Frau. Das dokumentarische Theaterprojekt richtet sich an ein Publikum ab 16 Jahren und versteht sich als künstlerischer Beitrag gegen das Vergessen und gegen das Erstarken extremistischer Denkweisen.

Diskussion und Aufklärung

Im Anschluss an das Stück lädt die Stadtbücherei zur Diskussion ein. Ziel ist es, gerade jüngeren Generationen einen Zugang zur NS-Zeit zu eröffnen, der über das Schulbuchwissen hinausgeht. „Die Möglichkeit, Zeitzeugen zu befragen, schwindet. Solche Theaterprojekte bieten neue Wege der Aufarbeitung“, so die Veranstalter.

Anmeldungen sind über die Webseite der Stadtbücherei Münster möglich. Die Veranstaltung findet in der Stadtbücherei am Alten Steinweg statt.

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