Lengerich. In der Samtgemeinde Lengerich ist ein weiterer Ausbruch der Geflügelpest bestätigt worden. Damit steigt die Zahl der betroffenen Betriebe in der Region auf drei, kreisweit sind es inzwischen fünf Fälle. Aktuell ist ein Putenmastbetrieb mit rund 18.900 Tieren neu betroffen, wie das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) am Montag (17. November) mitteilte.
Die Tiere im betroffenen Bestand wurden tierschutzgerecht getötet. Bereits am Freitag war das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAI) H5N1 in einem nahegelegenen Betrieb nachgewiesen worden. Der aktuelle Fall verschärft die Seuchenlage im Landkreis Emsland deutlich.
Über 3 Millionen Tiere in Überwachungszone
Rund um den neu betroffenen Betrieb wurden erneut Restriktionszonen eingerichtet. In der Schutzzone im Umkreis von 3 Kilometern befinden sich vier gewerbliche Betriebe mit insgesamt 110.000 Tieren sowie 25 Hobbyhaltungen mit 280 Tieren. Die weiter gefasste Überwachungszone (10 Kilometer Radius) umfasst 67 gewerbliche Betriebe mit über 3,3 Millionen Tieren und 247 Hobbyhaltungen mit rund 4.000 Tieren.
Der Landkreis Emsland hat umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Geflügelpest ergriffen. Diese beinhalten unter anderem Transportverbote für lebendes Geflügel und Eier innerhalb der Restriktionszonen sowie strengere Hygienemaßnahmen für Personal und Fahrzeuge. Ziel ist es, eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern.
Maßnahmen zum Schutz vor weiterer Ausbreitung
Die Ausbrüche in Lengerich und Geeste betreffen sowohl große Mastbetriebe als auch private Tierhaltungen. Die erste Geflügelpestmeldung dieser Saison im Emsland erfolgte Ende Oktober. Zuletzt wurden am 14. November weitere Fälle in einer Masthähnchenhaltung mit über 53.000 Tieren in Geeste sowie in einem weiteren Putenbetrieb in Lengerich gemeldet.
Zum Schutz der Bestände gilt seitdem eine Allgemeinverfügung zur Aufstallung von Geflügel im Landkreis. Zusätzlich fordert die Kreisverwaltung die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen wie das Tragen von Schutzkleidung und die Desinfektion beim Betreten von Ställen.
Aktuelle Informationen zur Lage und zu den betroffenen Restriktionszonen stellt der Landkreis unter www.emsland.de zur Verfügung.