Marvin Kehl: Stammzellspender aus Spelle begeistert

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Der Mittelfeldspieler des SC Spelle-Venhaus, Marvin Kehl, hat kürzlich eine Stammzellenspende in Dresden vorgenommen. Mit seiner Teilnahme möchte der 28-Jährige auf die Bedeutung von Spenderregistrierungen aufmerksam machen.

Ein einfacher Schritt mit großer Wirkung

Marvin Kehl, der für den Oberligisten SC Spelle-Venhaus spielt, hat sich vor einigen Jahren bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registriert. Seine Typisierung erfolgte unkompliziert durch einen Wangenabstrich. Nun erhielt er den Anruf, dass sein Profil bei einem Patienten einen Treffer gelandet hatte. ‚Ich hätte nicht gedacht, dass es so leicht ist‘, so Kehl begeistert. Weltweit erhält alle zwölf Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs, viele von ihnen sind auf eine lebensrettende Stammzellspende angewiesen.

Der Ablauf der Stammzellenspende

Nach der Registrierung wurde Kehl zur Spende nach Dresden eingeladen. Einige Tage vor dem Termin erhielt er ein Medikament, das die Stammzellen mobilisiert. Die Entnahme geschah durch eine periphere Blutentnahme, bei der über einen Zugang in beiden Armvenen Stammzellen aus dem Blut gefiltert wurden. ‚Ich habe 246 Minuten am Tropf gelegen und zwischen 400 und 450 Milliliter Stammzellen und Plasma gespendet‘, berichtet der 28-Jährige. Für die nötige Ablenkung sorgte ein Tablet, während medizinisches Personal ihn während des gesamten Prozesses betreute. Nach der Spende fühlte sich Kehl etwas schlapp, ähnlich dem Gefühl nach einer Blutspende.

Ein persönlicher Austausch in der Zukunft?

Damit die gespendeten Stammzellen rechtzeitig beim Empfänger ankommen, ist eine schnelle Transplantation erforderlich. Kehl wird einen kurzen Bericht über den Patienten erhalten und hat die Möglichkeit, ihn nach zwei Jahren kennenzulernen. ‚Ich lasse das auf mich zukommen‘, sagt Kehl. Auch wenn die Spende möglicherweise nicht ausreichend sein sollte, hält er sich für eine zweite Spende bereit. Für den gebürtigen Schleswig-Holsteiner stellt dies keinen großen Aufwand dar; er fühlt sich nicht eingeschränkt. Vor der Spende hielt er eine komplette Stunde Politikunterricht an einem Berufskolleg und verpasste nur zwei Oberliga-Spiele seines Vereins. ‚Es ist krass, wie leicht es sein kann, möglicherweise ein Menschenleben zu retten‘, appelliert Kehl an andere, es ihm gleichzutun. Sein Fazit: ‚Stäbchen rein, Spender sein. Es ist wirklich einfach.‘ Vielleicht hilft auch der Perspektivwechsel: ‚Wie wäre es, wenn man selbst von einer solchen Spende abhängig ist?‘

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