Wietmarschen. In der Grafschaft Bentheim ist erneut ein Fall von Vogelgrippe nachgewiesen worden. Nach dem ersten Ausbruch in einem Legehennenbetrieb ist nun auch ein Putenhennenbetrieb in der Gemeinde Wietmarschen betroffen. 28.000 Tiere mussten vorsorglich getötet werden. Die hochpathogene Variante HPAI wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.
Bereits am Mittwochabend wurde der Bestand aufgrund klinischer Symptome und einer amtlichen Bestätigung durch das Veterinärinstitut Oldenburg tierschutzgerecht gekeult. „Dank einer neuen Regelung konnte die Maßnahme noch vor dem FLI-Befund eingeleitet werden“, erklärt Kreisveterinär Dr. Hermann Kramer.
Strenge Maßnahmen und neue Restriktionszonen
Rund um den neuen Ausbruchsherd wurden eine Schutzzone (3 km) und eine Überwachungszone (10 km) eingerichtet. In beiden Bereichen – mit insgesamt rund 2,2 Millionen Tieren in etwa 200 Geflügelhaltungen – gelten umfassende Transport- und Hygieneauflagen. Eine bestehende Stallpflicht ab 50 Tieren gilt kreisweit bereits seit dem 30. Oktober 2025.
In unmittelbarer Nähe wurde zudem ein weiterer Verdachtsfall in einem Betrieb mit 25.500 Putenhähnen gemeldet. Proben wurden entnommen, ein Testergebnis wird zeitnah erwartet.
Die Allgemeinverfügung und aktuelle Informationen sind auf der Website des Landkreises abrufbar: www.grafschaft-bentheim.de.