Saarbrücken. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 22. November 2025 in Saarbrücken einstimmig den Weg für ein „Recht auf sicheren Schwimmsport“ freigegeben. Damit verpflichtet sich der Verband klar zur Prävention, Intervention und Aufarbeitung von Gewalt im Schwimmsport – mit verbindlichen Regelungen in allen Verbandsstrukturen.
„Die DSV-Mitglieder haben heute die Weichen gestellt“, sagte Präsident David Profit. Ziel sei es, das Recht auf sicheren Schwimmsport verbindlich in Regelwerken zu verankern – von der Verbandsebene bis ins tägliche Training der Vereine. Ein begleitendes Servicepaket soll die Umsetzung unterstützen.
Finanzhilfen des Bundes stärken Infrastruktur
Die Mitgliederversammlung wurde in diesem Jahr vom Saarländischen Schwimmbund ausgerichtet. Parallel gab es Rückenwind aus der Bundespolitik: Der Bundestag stellte 250 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder bereit – ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Politik und den Verbänden der Bäderallianz.
Zudem fließen weitere Mittel in den Spitzensport. So wird u. a. das Schwimmzentrum in Magdeburg gefördert und mit 20 Millionen Euro die Schwimmfähigkeit gezielt gestärkt. „Unser Ziel bleibt: Alle Kinder sollen ab 2035 nach der Grundschule sicher schwimmen können“, so Profit.
Berufsausbildung für Trainer*in im Fokus
Ein weiteres Vorhaben des DSV ist die Einführung eines anerkannten Berufsbildes „Trainer*in“ im dualen System. Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) will der Verband so die Qualität der Schwimmausbildung bundesweit sichern und ausbauen.
Abschließend bekräftigte die Versammlung, dass die geplanten „Enhanced Games“ mit Dopingfreigabe unvereinbar mit den Werten des Sports seien.

