Stuttgart. Die AKAD University hat mit der Antrittsvorlesung von „KI-Prof. Valters“ ein europaweit einzigartiges Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das den Einsatz von KI-basierter Hochschullehre erforscht. Der digitale Gastprofessor, ein KI-Zwillingsmodell des lettischen Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Valters Kaze, wurde für sechs Monate berufen und stellte in seiner ersten Vorlesung das Thema „Internationale Betriebswirtschaft und Marketing“ vor.
Revolutionäre Lehre durch KI!
In einer 30-minütigen Vorlesung präsentierte der KI-Professor Inhalte aus der internationalen Betriebswirtschaft. Die Interaktion erfolgte über ein moderiertes Frage-Antwort-Format unter der Leitung von Prof. Dr. Tim Brüggemann, dem Rektor der AKAD University. Das Konzept zielt darauf ab, den Einsatz von KI-Lehre transparent und strukturiert zu gestalten, wobei Wert auf eine nachvollziehbare Quellenarbeit gelegt wird. Die Veranstaltung wurde live gestreamt und zog sowohl Journalistinnen und Journalisten als auch Studierende an.
Die Gastprofessur ist Teil eines umfassenden Forschungsprojekts, das die Wirksamkeit und Akzeptanz von KI in der Hochschulbildung untersucht. Fachleute aus verschiedenen Disziplinen, darunter Didaktik und Rechtswissenschaft, begleiten den Prozess. Zudem fließen Erkenntnisse aus dem EU-geförderten Projekt FORCE AI ein, das die AKAD University gemeinsam mit mehreren internationalen Partneruniversitäten betreibt. Ziel dieses Projekts ist es, evidenzbasierte Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in der europäischen Hochschulbildung zu entwickeln.
Besondere Bedeutung des Projekts
Die AKAD University betont, dass die akademische Verantwortung weiterhin bei den menschlichen Professoren liegt. „KI-Prof. Valters“ wird dabei lediglich als unterstützendes Werkzeug eingesetzt. Die verwendeten Systeme sind dokumentiert und entsprechen den Anforderungen des EU-AI-Acts. Prüfungsleistungen werden klar nicht von der KI bewertet, während alle Inhalte fachlich kontrolliert werden.
Prof. Dr. Tim Brüggemann äußerte sich zu der Initiative mit den Worten:
„Wir betreten bewusst neues Terrain. Unser Ansatz ist wissenschaftlich konstruktiv: Wir wollen nicht ersetzen, sondern verstehen und gestalten. Wir prüfen, wie KI Wissen strukturieren und Lernprozesse unterstützen kann.“
Die Studie zielt darauf ab, neue Qualitätsstandards für die Hochschulbildung zu definieren und ethische Leitlinien für den Einsatz von KI zu entwickeln. Emil Jimenez, Gründer von MindBank AI, hebt die Wichtigkeit einer verantwortungsvollen Entwicklung hervor, die in einem transparenten und ethisch reflektierten Rahmen stattfindet.
Nächste Schritte und Ausblick
Die Ergebnisse des Projektprozesses werden in wissenschaftlichen Publikationen und Abschlussberichten veröffentlicht. Diese Dokumente enthalten Empfehlungen für Hochschulen, Politik und Unternehmen. Die AKAD University sieht das Projekt als wichtigen Beitrag zur europäischen Debatte über KI-basierte Hochschullehre und deren verantwortungsvollen Einsatz.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Die Entwicklung der KI-basierte Hochschullehre an der AKAD University stellt einen bedeutenden Schritt in der Bildungslandschaft dar. Mit dem Ziel, Bildung zugänglicher und anpassungsfähiger zu gestalten, könnten solche Initiativen die Art und Weise, wie Wissen vermittelt wird, nachhaltig verändern. Für die Bürgerinnen und Bürger wird es entscheidend sein, die Fortschritte und Ergebnisse dieser Entwicklungen zu verfolgen, da sie potenziell neue Bildungsmöglichkeiten und Berufswege eröffnen.

