Der VfL Bochum 1848 hat sich in aller Deutlichkeit von einem Spruchband distanziert, das am vergangenen Freitag beim Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden in der Ostkurve präsentiert wurde. Das Banner war im Vorfeld der Partie nicht vom Verein genehmigt worden.
Hintergrund des Vorfalls ist ein laufendes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bochum und der Polizei Essen bezüglich eines Polizeieinsatzes in der vergangenen Woche in Bochum. Das Spruchband beinhaltete in Kombination mit „ACAB“ in Gebärdensprache nicht nur einfache Kritik, sondern Beleidigungen gegenüber der Polizei Bochum.
Der Klub betont, dass er zur Polizei Bochum stets ein gutes und partnerschaftliches Verhältnis pflege. „Seine Meinung per Spruchbändern – auch kritisch – zu äußern, ist aus unserer Sicht völlig in Ordnung“, heißt es in der Stellungnahme des Vereins. „Beleidigende oder gar diskriminierende Äußerungen sind jedoch in keiner Weise Bestandteil unseres Leitbilds.“
Der VfL Bochum macht damit deutlich, dass er zwar kritische Meinungsäußerungen im Stadion akzeptiert, eine Grenze jedoch bei Beleidigungen und Diskriminierungen zieht. Der Vorfall ereignete sich in der zweiten Halbzeit der Zweitliga-Partie.
Die Abkürzung „ACAB“ steht für „All Cops Are Bastards“ und wird häufig als pauschale Beleidigung von Polizeibeamten verwendet. Dass diese Botschaft in Gebärdensprache dargestellt wurde, zeigt die bewusste Inszenierung der Aktion durch die Verantwortlichen in der Fankurve.

