In einem Zuchtgänsebetrieb in der Samtgemeinde Lengerich ist ein weiterer Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) festgestellt worden. Der Halter meldete vermehrte Todesfälle in seiner Herde, woraufhin Proben an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) geschickt wurden. Die Ergebnisse bestätigen eine Infektion mit dem Virus H5N1.
Der Betrieb hielt rund 3.200 Zuchtgänse, die inzwischen fachgerecht getötet wurden. Um eine Ausbreitung zu verhindern, hat der Landkreis Emsland per Allgemeinverfügung Restriktionszonen eingerichtet:
• Schutzzone: 3 km Radius um den Ausbruchsbetrieb
• Überwachungszone: 10 km Radius
Ab dem 28. November ist in diesen Bereichen der Handel mit lebendem Geflügel und Eiern verboten. Zudem gelten strenge Hygienemaßnahmen, da das Virus auch indirekt über Fahrzeuge, Personen oder Materialien übertragen werden kann.
In der Schutzzone befinden sich 11 gewerbliche Betriebe mit über 470.000 Tieren sowie 7 Hobbyhaltungen. Die Überwachungszone umfasst 47 gewerbliche Betriebe mit über 2,6 Millionen Tieren und 206 Hobbyhaltungen. Teile der Zone reichen in den Landkreis Osnabrück hinein, der eine eigene Verfügung erlässt.
Die Schutzzone kann frühestens 21 Tage nach Reinigung des Betriebs aufgehoben werden, die Überwachungszone nach 30 Tagen. Kreisweit sind aktuell sieben Geflügelhaltungen betroffen, fünf davon in Lengerich, zwei in Geeste.
Weitere Informationen und eine Übersicht der Restriktionszonen finden Bürgerinnen und Bürger unter www.emsland.de.
