Der Deutsche Handballbund (DHB) hat noch vor Beginn der Handball-Weltmeisterschaft eine neue Prämienregelung für die Frauen-Nationalmannschaft beschlossen. Im Falle eines WM-Titels winkt dem Team eine Rekordprämie von 425.000 Euro.
Das DHB-Präsidium stimmte einstimmig für die neue Regelung, die auch weitere Platzierungen honoriert: Silber wäre mit 300.000 Euro verbunden, Bronze mit 200.000 Euro und Platz vier mit 100.000 Euro. Bereits der Einzug ins Viertelfinale brächte 50.000 Euro ein.
„Wir setzen unseren Weg für den Frauensport fort und beleben die Bewegung ‚Hands up for more‘ mit weiteren Taten“, erklärt DHB-Präsident Andreas Michelmann. Im Vergleich zu den ausgelobten Prämien für die WM 2021 (140.000 Euro), WM 2023 (225.000 Euro) und EM 2024 (275.000 Euro) befindet sich die Frauen-Nationalmannschaft damit auf Rekordhöhe.
Kapitänin Antje Döll zeigte sich erfreut: „Wir fühlen uns wertgeschätzt. Nach der Angleichung der Tagegelder zu Beginn des Jahres ist diese Prämienregelung ein weiteres starkes Signal.“ Sie betonte jedoch, dass der sportliche Erfolg im Vordergrund stehe: „Wir investieren alles, um uns bei diesem Turnier unsere handballerischen Träume zu erfüllen.“
Die Prämienregelung verhandelten zu Beginn der WM-Vorbereitung in St. Gallen der Mannschaftsrat der DHB-Frauen und Vorstand Sport Ingo Meckes. „Die Gespräche waren absolut fokussiert und von großem Respekt geprägt“, so Meckes.
Vollständig mit den Männern gleichgezogen haben die Frauen allerdings noch nicht: Bei der Männer-WM zu Jahresbeginn hätten 475.000 Euro winken können. Der Unterschied hat einen einfachen Grund: Der Männer-Betrag wäre vollständig durch Sponsorenleistungen und IHF-Prämien gedeckt gewesen. Bei den Frauen wird der DHB im maximalen Erfolgsfall einen sechsstelligen Betrag zuschießen.
Das DHB-Team startet am 26. November ins WM-Turnier. Erster Vorrundengegner in der Porsche-Arena Stuttgart ist Island (18 Uhr, Livestream auf Sporteurope.TV). Weitere Gegner sind Uruguay (28. November) und Serbien (30. November, jeweils 18 Uhr). Die ersten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde in der Dortmunder Westfalenhalle.

