Luftfahrtexperte: „Wir müssen uns auf solche Szenarien nicht häufiger einstellen“

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Köln. Nach einer kurzfristigen Überprüfung von rund 6.000 Airbus-Flugzeugen der A320-Reihe blieben die Einschränkungen im deutschen Flugverkehr bisher überschaubar. Einige Airlines haben im Hinblick auf einen Softwarefehler bereits ein Update vorgenommen, um potenzielle Probleme zu beheben.

Softwareprobleme im Flugverkehr

Laut Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt sind die Auswirkungen auf deutsche Passagiere derzeit minimal. „Im Augenblick muss man sagen, noch nicht so sehr oder überhaupt nicht. In Deutschland sind zurzeit keine Flüge ausgefallen“, erklärte er im Interview mit dem WDR. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Lufthansa, die in Deutschland die meisten A320-Flugzeuge einsetzt, über eine andere Softwareversion verfügt, bei der der Fehler nicht aufgetreten ist.

Vor dem Hintergrund dieser Situation stellt sich die Frage, ob die fliegenden Maschinen der Lufthansa durch den nicht aktuellsten Softwarestand möglicherweise einen Vorteil haben könnten. Großbongardt berichtete: „In diesem Fall geht es darum, dass Sie dann unter Umständen eine ältere Software haben.“ Airbus hat zudem empfohlen, von der aktuellen Softwareversion auf eine der Vorgängerversionen zurückzukehren, um die Probleme zu umgehen.

Ursachen für die Software-Störung

Ein bedeutender Faktor, der zur Störung der Software geführt hat, ist die aktuell erhöhte Sonnenaktivität. „Wir haben zurzeit eine große Sonnenaktivität, was wir auch daran sehen, dass wir Nordlichter bis in die Schweiz beobachten können“, so Großbongardt. Bei diesen Eruptionen gelangen Partikelströme in die Erdatmosphäre, die komplexe Reaktionen hervorrufen, die wiederum die Elektronik der Flugzeuge beeinflussen können.

Der spezifische Softwarefehler betrifft einen der Computer an Bord der A320, der für die Steuerung des Höhenruders zuständig ist. Durch die Sonneneruptionen entstand ein Fehler, der dazu führte, dass das Flugzeug gegen die Absichten der Besatzung und des Autopiloten die Nase nach unten nahm.

Sicherheitsaspekte

Die Sicherheit der Passagiere bleibt oberste Priorität. Grosbongardt stellte klar, dass trotz des Softwarefehls keine Abstürztgefahr besteht: „Abstürzen kann das Flugzeug nicht, denn am Ende gibt es andere Computer, die den überwachen. Und es gibt schließlich auch noch die Besatzung, die dann eingreifen kann.“ Dies gewährleistet eine zusätzliche Sicherheit, selbst wenn technische Störungen auftreten.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Für die Bürger in Köln und der Umgebung ergeben sich derzeit keine spürbaren Auswirkungen durch die Softwareproblematik bei den A320-Flugzeugen. Da es zu keinen Flugausfällen in Deutschland gekommen ist, bleibt der Flugverkehr stabil. Die Überprüfung und das Update der Software werden jedoch weiterhin von den Airlines und den zuständigen Behörden beobachtet. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, die mit der Digitalisierung im Luftverkehr einhergehen. Angesichts der fortwährenden Entwicklung der Technik wird es wichtig sein, solche Softwarefehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben, um die Sicherheit im internationalen Luftverkehr zu gewährleisten. Die aktuelle Situation hat gezeigt, dass der Softwarefehler bei A320 vorerst keine größeren Probleme für deutsche Passagiere mit sich bringt.

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