Nahrungsmittel und Energie verbilligen sich deutlich
Die Inflationsrate in Niedersachsen lag im November 2025 unverändert bei 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen hervor. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Die Teuerungsrate bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken erreichte mit 1,7 Prozent den niedrigsten Stand seit Januar 2025. Während Kaffee, Tee und Kakao um 17,2 Prozent teurer wurden, verbilligten sich Speisefette und Speiseöle um 14,6 Prozent, darunter Butter um 23 Prozent und Olivenöl um 14,5 Prozent. Auch Kartoffeln wurden 11,8 Prozent günstiger.
Energiepreise sinken, Dienstleistungen treiben Inflation
Die Energiepreise insgesamt lagen im November 0,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Haushaltsenergie verbilligte sich um 3 Prozent, während Kraftstoffe um 2,3 Prozent teurer wurden. Besonders deutlich sanken die Preise für Brennholz und Holzpellets mit minus 15,5 Prozent. Auch Strom, Heizöl und Erdgas wurden günstiger. Dienstleistungen bleiben mit einem Plus von 3,5 Prozent der Haupttreiber der Inflation. Besonders verteuerten sich Brief- und Paketdienstleistungen um 8,5 Prozent sowie Personenbeförderung im Schienenverkehr um 11,5 Prozent.
Reallöhne steigen um zwei Prozent im dritten Quartal
Die Nominallöhne in Niedersachsen stiegen im dritten Quartal 2025 um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies ist der höchste Anstieg in diesem Jahr. Bei einer durchschnittlichen Preissteigerung von 2,1 Prozent erhöhten sich die Reallöhne um 2 Prozent. Das Landesamt weist darauf hin, dass das Auslaufen der Inflationsausgleichsprämie Ende 2024 sich noch auf die Entwicklung der Verdienstindizes auswirken kann.

