Zehn Jahre Sprachbildungszentren stärken Schulen in Niedersachsen

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Hannover. Die Niedersächsischen Sprachbildungszentren feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2014 unterstützen die inzwischen 18 Zentren Schulen landesweit in den Bereichen durchgängige Sprachbildung, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Bildung. Während einer Festveranstaltung würdigte Kultusministerin Julia Willie Hamburg am Montagabend das Engagement der mehr als 60 Mitarbeitenden, die tagtäglich dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche bestmöglich sprachlich begleitet werden.

Sprache und insbesondere bildungssprachliche Kompetenzen seien ein zentraler Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe, betonte die Ministerin. Zugleich verwies sie darauf, wie sehr das gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Kulturen den Schulalltag präge. Die Sprachbildungszentren seien deshalb unverzichtbar, um Schulen individuell und niedrigschwellig zu beraten sowie flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren, etwa im Zuge der Zuwanderung durch den Krieg in der Ukraine oder osteuropäische Migration.

Niedersächsische Sprachbildungszentren beraten und begleiten Schulen

Die 18 Zentren bieten vielfältige Unterstützung für Schulen aller Schulformen. Ihre Teams aus Fachdezernenten, Sprachbildungskoordinatorinnen und Beratern begleiten Schulen bei Themen wie Deutsch als Zweitsprache, Sprachfördermaßnahmen vor der Einschulung, Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Erstsprachenunterricht. Sie helfen zudem bei Sprachfeststellungsprüfungen und stehen Lehrkräften als fachkundige Ansprechpartner zur Verfügung.

In ihrer Rede hob Hamburg die Bedeutung der Förderung von Erstsprachen und diversitätsbewusster Schulentwicklung hervor. Die Zentren ermutigten Schulen zur Schaffung einer Willkommenskultur, die gerade in herausfordernden Zeiten elementar sei.

Jubiläum mit Fortbildung zu digitalen Tools

Parallel zur Feierstunde nahmen die Mitarbeitenden an einer zweitägigen Qualifizierung teil, die sich auf digitale Unterstützungstools für mehrsprachigkeitssensible Unterrichtsentwicklung konzentrierte. Mit diesen Angeboten stärken die Niedersächsischen Sprachbildungszentren weiterhin die Qualität sprachlicher Bildung im gesamten Bundesland.

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