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Solidarische Pflegevollversicherung: DGB fordert Ende der Pflegearmut

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Berlin. Mit Blick auf den Zwischenstand der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform erneuert der Deutsche Gewerkschaftsbund seine Forderung nach einer solidarischen Pflegevollversicherung. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel betont, dass Pflegebedürftigkeit nicht länger ein Armutsrisiko für Betroffene und ihre Angehörigen sein dürfe. Die aktuellen Eigenanteile in stationären Einrichtungen seien für viele Haushalte kaum zu stemmen und gefährdeten soziale Teilhabe.

Laut DGB braucht es eine grundlegende Reform, die sowohl die Finanzierung als auch die personelle Ausstattung der Pflege sicherstellt. Nur so könne verhindert werden, dass Pflegekräfte dauerhaft überlastet würden und aus dem Beruf ausscheiden. Piel unterstützte ausdrücklich die Forderungen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nach Tarifbindung und einer ausreichenden Personalbemessung.

Solidarische Pflegevollversicherung: DGB erneuert Reformforderung

Der DGB fordert, die Eigenanteile in der Pflege zu deckeln und langfristig ein System einzuführen, in das alle einzahlen und das sämtliche pflegebedingten Kosten übernimmt. Eine solidarische Pflegevollversicherung könne verhindern, dass pflegebedürftige Menschen sowie ihre Familien finanziell überfordert werden.

Nach Darstellung der Gewerkschaften sei die derzeitige Finanzierungslage weder für Beschäftigte noch für Betroffene tragfähig. Hohe Belastungen führten dazu, dass viele Pflegebedürftige auf Unterstützungsleistungen angewiesen seien, während zugleich der Fachkräftemangel zunimmt. Der DGB sieht die Bundesregierung in der Pflicht, mit einer umfassenden Reform für mehr Planungssicherheit und langfristige Stabilität zu sorgen.

Weitere Hintergründe zur Pflegereform finden Interessierte unter den Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit (www.bundesgesundheitsministerium.de). Regionale Entwicklungen zum Thema Pflege berichtet auch das Ressort Gesundheit auf regionalupdate.de.

Ausblick auf die Pflegepolitik

Der Zwischenbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe deutet an, dass weitere Verhandlungen notwendig sein werden. Gewerkschaften und Sozialverbände fordern eine Reform, die finanzielle Entlastung mit besseren Arbeitsbedingungen in Einklang bringt. Der DGB sieht die solidarische Pflegevollversicherung dabei als zentrale Weichenstellung.

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